Mittwoch, Mai 14, 2008
Aufholen
Ok, auf die Schnelle mal ein Abriss der vergangenen zwei Wochen:Iron Man ist wirklich ein sehr schöner und empfehlenswerter Popcorn-Film, der von allen Comicverfilmungen bisher am meisten hübsches Geek-Material eingebaut hat. Im Großen natürlich der Umstand, daß es dreiviertels des Filmes darum geht, wie Tony Stark - den Robert Downey jr. zum Niederknien groß darstellt - seine Iron Man Rüstung kontruiert und immer wieder verbessern muss, bis sie endlich so aussieht, wie man sie kennt. Im Kleinne durch die vielen schönen Einsprengsel, die nur die Leute verstehen, die die Comics kennen (z.B. "S.h.i.e.l.d." oder die Ausrede, "es sei der Bodyguard gewesen") und natürlich durch den schönen Schlussgag mit Samuel L. Jackson nach dem Abspann, den freilich drei Viertel der Besucher nicht mehr mitbekommen haben. Und Jeff Bridges mit Bart und Glatze hab ich erst erkannt, als er was gesagt hat.
Dann war vorletztes Wochenende unser Maifest irgendwo im Spessart. Nach ein wenig herumzicken war das Wetter so super wie die ganze Veranstaltung. Ein Riesenspaß und das Highlight war dabei das wüste Fangen-Spiel und die fast schon unwirklich romantischen Abende mit viel Musik, Tanz und allem, was zum Mai so gehört.
Auch schön: Die Grillsaison wurde hinten bei Dave und Eva eingeläutet. Ungefähr so hab ich mir das Leben hier gewünscht - alle kommen zusammen, grillen, trinken und tratschen gemütlich in die Nacht hinein.
Tja, und das vergangene Wochenende dann mein und Joshuas erster Larp. Klar, ein wenig Rollenspielerfahrung hab ich und auch die Mittelaltermärkte, auf denen wir uns Mitte der Neunziger regelmäßig herumtrieben hatten ja schon ein paar Liverollenspiel_Elemente. Auch daß ich NSC, also kein Spieler sondern Statist war ist mir von da bekannt und Schapielerfahrung hab ich ja auch.
Aber mit einem Trollkostüm und fünf anderen Trollen vor einem von den Spielern magisch verschlossenem Burgtor zu stehen und trollisch - sprich dumm wie Brot - darüber nachzudenken, wie man da reinkommen kann ist schon was anderes. Ich bin auch noch gar nicht fertig damit, die vielen Eindrücke zu ordnen und weiß auch noch nicht, was eigentlich das beste daran war. Die vielen schönen Kämpfe, bei denen ich als Pirat, Troll, Geist, Magier oder Feuerdämon verkleidet Schwerter, Äxte und Prügel schwingend durch kleine und große Schlachten gedroschen bin. Oder die lustigen Tavernenabende mit viel Gesang und Getränk? Oder das unverschämt gute Wetter, bei dem ich in den zwei Tagen so braun geworden bin als wär ich eine Woche am Strand gelegen, weil ich als morgenländischer Wahrsager Ahlan ibn Sahlan einfach gemütlich in der Sonne Wasserpfeife geraucht habe? Oder weil ich mich gefreut habe, daß Joshua das alles so toll fand, daß er ganz vergessen hat, den desinteressierten abhängenden Emo-Punk zu geben, dem alles zu doof ist und stattdessen richtig aufdrehte und Freundschaften mit allen möglichen Leuten (interessant fand ich den großen Anteil an Pädagogen, Lehrern und Erziehern) dort schloss?
Demnächst gibt es Fotos und Videos, bis dahin dürfte ich die Flut von Bildern in meinem Kopf geordnet haben und dann schreib ich nochmal was drüber.Labels: kino, privat, sinnvolle freizeitbeschäftigungen
von Jens Scholz direct link 4 Kommentare
Samstag, April 26, 2008
Eisner kann sich leider nicht mehr wehren
Ich hatte mich echt gefreut, als bekannt wurde, daß die Verfilmung von The Spirit endlich angegangen wird. Und jetzt das: Frank Miller? Ich hab nicht grundsätzlich was gegen Miller und die Filme, in die er involviert ist. Sin City hab ich zum Beispiel auch gemocht, das war aber sein eigenes Zeug und blieb in ziemlich allen Belangen bei der Vorlage. Aber Miller hat doch eine völlig andere Philosophie als Will Eisner. Millers Welten sind immer sozialdarwinistisch, mit einfachen, fast schon faschistoiden Lösungsansätzen. Was macht denn so einer mit einer so vielschichtigen Figur wie dem Spirit?
Die stilistischen Ähnlichkeiten von Sin City und Spirit (die allein den Teaser fast schon zu einer Enttäuschung machen) sind doch rein Äußerlich und unterscheiden sich schon in der Grundintention: Wo Eisner die Ästhetik des Pulp ironisch einsetzt nimmt Miller die in Sin City Bierernst.
Eisners Welt ist zwar genauso hart wie Millers, aber deswegen hat er ja den Spirit dort hineingesetzt: Er versteckt ein höchst philantropisches, soziales Gewissen in dieser Figur. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, daß Miller, der völlig gegenteilige Vorstellungen von Heldenbildern hat, das berücksichtigt und fürchte, daß dem Spirit am Ende das, was ihn ausmacht, nämlich der Spirit, fehlen wird.
Ich werde ihm aber natürlich die Chance geben, mich eines Besseren zu belehren und wenn er das tut, mich auch drüber freuen. (via svenk, der auch eher skeptisch wirkt...) von Jens Scholz direct link 2 Kommentare
Freitag, November 30, 2007
In The End(Scott Matthew)
We all bear the scars,
Yes, we all feign a laugh.
We all sigh in the dark,
Get cut off before we start.
And as the first act begins,
You realize they're all waiting
For a fall, for a flaw,
For the end.
There's a past stained with tears.
Could you talk to quiet my fears?
Could you pull me aside
Just to acknowledge that I've tried?
And as your last breath begins,
Contently take it in
'Cause we all get it in the end.
And as your last breath begins,
You find your demons' your best friend
And we all get it in the end.
We all get it in the end.
Yes, we all get it in the end.
Video hier ansehen. von Jens Scholz direct link 0 Kommentare
Donnerstag, Oktober 18, 2007
Hell freezes over
Es gibt ja solche ewigen Grundsätze. Sowas wie: Das Universum dehnt sich aus. Oder: Wo auch immer Du hingehst, dort bist Du dann. Oder: Uwe Boll macht miese Filme. Well...Okay, vergesst einfach alles was ihr über den Regisseur vielleicht im Kopf habt. Vergesst alles was ihr über Uwe Boll gelesen habt und vergesst vor allem die Filme die ihr bisher von ihm gesehen habt. (...)hier weiterlesen. Und schon allein deswegen muß ich mir den Film auch ansehen...Labels: killerspiele, kino
von Jens Scholz direct link 1 Kommentare
Sonntag, Juli 01, 2007
D'Oh
auch machen...
von Jens Scholz direct link 7 Kommentare
(via)
Montag, Juni 25, 2007
Shrek drei
Längen. Minutenlange Langeweilige, Ödnisse mit immergleichen Landschaftssets, kaum lustige Gags bis zum Erbrechen totreitende Dialoge. Und dazu unerträgliche, platteste Moralansprachen.
Hätte man die drei oder vier guten Ideen in den zweiten Film gepackt, wäre wenigstens der gut geworden.Labels: kino
von Jens Scholz direct link 6 Kommentare
Sonntag, Juni 24, 2007
Hot Fuzz
Man bekommt ja mit zunehmenden Alter das Gefühl, so ein wenig die Lust am Kino zu verlieren, weil man dann doch irgendwann mal alles gesehen hat. Und es stimmt ja auch, man wird ja tatsächlich immer seltener überrascht und wenns doch mal wieder passiert, dann kann man sich sicher sein, daß man spätestens in der unvermeidlichen Fortsetzung - die in der Regel einfach nur mehr vom gleichen bietet und daher das wichtigste Element des Vorgängers verloren hat - im Kino sitzt und sich ein wenig langweilt.
Nun gibts diese beiden englischen Typen, Simon Pegg und Nick Frost, die vor einiger Zeit diesen völlig abgedrehten Zombiefilm gemacht haben. Die beiden kümmerten sich einen Dreck darum, ihn auf Mainstreamtauglichkeit (sprich: den kleinsten gemeinsamen Nenner, um den breitestmöglichen Zuschauergeschmack zu treffen) zu trimmen - sowohl beim Humor wie beim Splatter konnte man jederzeit erkennen, daß das ein "Friss oder Stirb"-Film ist. Wem er nicht gefällt soll halt gehen.
Nun ist da also der zweite Film vom selben Team. Man könnte durchaus berechtigt befürchten, daß man dem größeren Budget, den höheren Erwartungen und dem gesteigerten Erfolgsdruck geschuldet bravere Kost vorgesetzt bekommt. Immerhin ist es ja schon "nur noch" eine Krimikomödie und kein Splatterfilm mehr. Der Trailer war zwar vielversprechend, aber das heißt ja nicht, daß man nicht doch versucht hat, den skurillen Humor mit einer Prise Mainstreamalbernheiten zu glätten.
Erstmal die Entwarnung auf ganzer Linie: Nichts davon ist passiert. Ganz im Gegenteil, der Film ist das Beste, was ich seit langem gesehen habe. Wir haben hysterisch gelacht (ich sag nicht, wo), es gab wilden Szenenapplaus und großartige, weil wirklich jedesmal völlig unerwartete Schocksekunden. Ich verrate hier überhaupt nichts über den Film. Ich rate nur jedem, der in den letzten Jahren immer enttäuscht aus dem Kino gekommen ist, weil sich der Film anfühlte wie bei McDonalds gegessen zu haben: Schaut ihn euch an, wenn möglich im englischen Original. Lasst euch vom dämlichsten deutschen Untertitel der Welt nicht abschrecken. Der Film ist grandios:
Die Story trägt hundertprozentig, trotzdem sie eine Persiflage auf Actionfilme ist, die Charaktere sind breit angelegt und absolut liebens- und hassenswert (Timothy Dalton spielt den leicht wahnsinnigen Supermarktchef mit großer Geste) und es ist eine derartige Erleichterung und ein unglaubliches Vergnügen, endlich mal wieder in einem Film zu sitzen, bei dem man in jeder seiner extrem detailverliebten Millisekunden spürt, wie viel Spaß und wie viel Energie diese Leute beim Drehen hatten. Eine weitere Wohltat ist es, nicht nur eine hervorragende Besetzung, eine perfekte Kameraführung, ein rundes Design, einen Soundtrack wie die Faust aufs Auge zu sehen sondern endlich auch mal wieder ein wirklich gutes Drehbuch genießen zu können. Etwas, was ich schon fast aufgegeben hatte.Labels: kino
von Jens Scholz direct link 5 Kommentare
Montag, Mai 28, 2007
Kurzkritik
Spiderman: Scheiße
Piraten: GutLabels: kino
von Jens Scholz direct link 4 Kommentare
Freitag, Mai 25, 2007
Leicht deliriös
Zwei Tage echt spät ins Bett kommen, noch dazu gestern nach fast drei Stunden Piratenfilm in einem dazu passenden, weil schwülen, komplett vollen Kinosaal, der nach zehn Minuten roch wie eine Hafenspelunke in Tortuga.
Wie ich das genieße!Labels: kino
von Jens Scholz direct link 0 Kommentare




Man bekommt ja mit zunehmenden Alter das Gefühl, so ein wenig die Lust am Kino zu verlieren, weil man dann doch irgendwann mal alles gesehen hat. Und es stimmt ja auch, man wird ja tatsächlich immer seltener überrascht und wenns doch mal wieder passiert, dann kann man sich sicher sein, daß man spätestens in der unvermeidlichen Fortsetzung - die in der Regel einfach nur mehr vom gleichen bietet und daher das wichtigste Element des Vorgängers verloren hat - im Kino sitzt und sich ein wenig langweilt.





