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Donnerstag, Mai 08, 2008

Ausgerechnet wenn ich mal nicht viel schreibe
steh ich in irgendwelchen Zeitungen. Wie zum Beispiel in der aktuellen Ausgabe der Page, wo mein Eintrag über den letzten Magenta-Incident der Telekom zitiert wird.
Kann ich leider nichts machen, obwohl wir z.B. letztes Wochenende eine der schönsten Mai-Feiern ever hatten und ich da jede Menge lustige Sachen drüber erzählen könnte. Hab aber grade keine Zeit, denn wir mussten Grillen, ins Kino und jetzt schon das nächste Wochenende vorbereiten, morgen fahren wir nämlich aufs LARP. Da reichts einfach nicht zum bloggen.

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Montag, April 28, 2008

Gelungene Wochenenden
zeichnen sich für mich als harmoniesüchtigen Ganzweitenddreißiger am Ende einer längeren Phase des Ich-weiß-garnicht-wohin-die-reise-gehen-soll-ens nicht mehr durch extremes Ausfüllen desselben mit aufwändigen Aktionen aus, die mit viel körperlicher Bewegung, dem Zurücklegen von weiten Entfernungen oder anderen möglichst ungewöhnlichen Freizeitbeschäftigungen aus. Sondern dadurch, daß ich Montag Morgens erholt und zufrieden bin.
Das bin ich heute nahezu, also muss das Wochenende ziemlich gelungen gewesen sein. Lassen wir mal sehen: Wir haben die Grillsaison mit einem gemütlichen Grillabend eingeläutet, an dem mir eine ganz hervorragende Shisha gelungen ist - es geht doch nichts über echte Holzkohle -, ich habe mit vielen Menschen telefoniert, die mir wichtig sind, habe viel Zeit mit der Süßen verbringen können, habe auch meine Terasse mit Kaffee und Kuchen einweihen können, ich habe meine "Kehrwoche" erledigt, nochmal zwei Kartons ausgepackt und meine Ex-Krankenversicherung versucht immer noch, so zu tun als habe ich sie nie gekündigt (Ok, jetzt weiß ich, wo das "nahezu" herkommt).
Ich denke also, das Wochenende war tatsächlich ein gelungenes.

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Donnerstag, April 24, 2008

Der Morgen war schonmal nix
Erst denke ich es ist Freitag und gratuliere Astrid einen Tag zu früh zum Geburtstag, dann ist das Wetter launeverderbend eklig und zum Schluss wurde heute in der S-Bahn kontrolliert obwohl ich das Ticket nicht abgestempelt habe. Ich schließe daher hiermit offiziell mit dem heutigen Morgen ab.

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Sonntag, April 13, 2008

Nächste Woche
muss ich die Arbeitsecke endlich mal fertig bekommen - bzw. erstmal damit anfangen. Ist ja langsam peinlich, daß das so lange dauert. Letzten Mittwoch hab ich den Ivar dafür gekauft, seit vorletzter Woche hab ich einen Schreibtisch. Irgendwie hat sich davor aber noch nichts von selbst aufgestellt und auch die Kartons mit dem Büro- und Computerkram haben sich noch nicht ausgepackt. Obwohl ich das ganze Zeug nun schon Tage lang in Ruhe gelassen habe. Seltsam.

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Montag, April 07, 2008

Eineinhalb Monate Köln
Waschen bei 40 Grad: Geht.Stelle Eingewöhnungserscheinungen fest: Sehe den Bettler, der seine Behausung vor dem Kaiser's (sic!) hat, als integrativen Bestandteil der Straße an, wenn ich an ihm vorbeigehe. Und der 'Diwan' die Straße weiter rauf entwickelt sich zum Stammrestaurant.
Meine Waschmaschine ist seit Samstag fertig angeschlossen. Seitdem ist sie schon dreimal gelaufen und hat einen Satz Handtücher, fast alle meine Hemden, einige Hosen und jede Menge T-Shirts, Socken und Unterwäsche gewaschen. Außerdem meinen Mp3-Player und alles andere, das ich in den Taschen meines Hoodies gelassen habe. Nach vier Stunden in der Sonne liegen lief er aber wieder und nach weiteren 4 Stunden ging auch das Display wieder an.

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Dienstag, April 01, 2008

Lustig
die steigende Anzahl meiner ehemaligen Kollegen bei AirPlus, die inzwischen bei American Express arbeiten...

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Samstag, März 29, 2008

Schönes Wochenende
Wir gehn gleich auf den Markt, weil wir heute abend lecker gebackene Champignons in Blätterteig machen wollen. Vielleicht schaffen wirs noch, eine Waschmaschine zu kaufen. Oder ein Regal. Oder wir machen was ganz anderes. Keinen Blätterteig zum Beispiel. Oder kein Regal.

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Dienstag, März 25, 2008

Ostern in Köln
OsterbrunchVier Tage waren die Kinder hier, was ich sehr genossen habe, da das bedeutete, einfach mal nicht auf die Zeit achten zu müssen und einen gewissen Level an Normalität zu erreichen. Das Wetter war Freitag und Samstag zwar eher schwierig, aber wir waren trotzdem am Samstag lange in Köln unterwegs, haben uns ein paar andere Ecken angesehen als vor zwei Wochen und als es richtig unangenehm wurde haben wir uns eben für eineinhalb Stunden ins Kino zurückgezogen...

OsterbrunchGlücklicherweise schien dann aber den gesamten Sonntag die Sonne, da waren wir nämlich zum Brunch und Osternestersuchen, was ja draußen in den Gärten stattfinden sollte, verabredet. Wir frühstückten und osterhasten also sehr gemütlich bei Dave und Eva, wo sich eine doch recht große, aber angenehm entspannte und lustige Gesellschaft traf.
Lewin half am Nachmittag noch feste bei der Gartenarbeit und war gar nicht mehr aus dem Garten zu bekommen.

Montag Morgen plötzlich SchneeGestern morgen hatte sich das Wetter dann offebar überlegt, mal was ganz anderes zu machen. Es lag nämlich Schnee und der Blick auf meine Terasse sah so aus:

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Montag, März 17, 2008

Da brennt ein Ethylenlager in Worringen
Da brennts in WorringenWir sind gerade voller Bewunderung für die hübschen Stichflammen und Feuerkugeln drüben im Chemiewerk in Worringen.

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Sonntag, März 16, 2008

Ein paar Dinge, die mich an Köln stören
Ich bin wirklich ordentlich rumgekommen, habe in und um drei Großstädten, in drei mittelgroßen Städten, in zwei Kleinstädten und drei Dörfern in vier unterschiedlichen Bundesländern gewohnt. Außerdem weile ich recht oft in zwei weiteren Großstädten inklusive Berlin.
Will sagen: Ich kann guten Gewissens allen Schlaumeiern, die behaupten, meine Beobachtung über Köln und Kölner sei eine Art selektive Wahrnehmung und das ist überall so, entgegnen:
Nö. Das gibts nur hier, daß sich die Leute grundsätzlich versuchen, in die U- und S-Bahnen zu schieben, bevor man ausgestiegen ist und auch nicht merken, was ich ausdrücken möchte, wenn ich sie beim Aussteigen einfach vor mir herschiebe. Schon in Düsseldorf(!) ist das anders, da stellen sich brav alle neben die Türen, um die Leute die aussteigen möglichst schnell vorbeizulassen.
Auch nur hier: Die grundsätzliche Verweigerung der Idee, auf Rolltreppen auf einer Seite zu stehen und auf der anderen Platz zum gehen zu lassen. Ja, das gibts auch woanders, aber normalerweise funktioniert es öfter als nicht. Erschreckend ist, daß es immer völlig problemlos ausgerechnet in München funktioniert. Nur: Hier klappt es eben absolut nie. Nie wie in nicht einmal manchmal. Nie wie in 'Naturgesetze kann man nie brechen'. Nie wie in 'Bringt mir ein Gebüsch'. Es benötigt in Köln tatsächlich nur eine einzige Person vor einem, damit die Rolltreppe nachhaltig blockiert ist.
Dann diese Jugendmoden. Ich kenne Offenbach. Gegen Köln ziehen sich die krassen Buben dort aber stilvoll und mit Geschmack an. Hier sind die Gangsta-Kids offensichtlich drauf aus, wirklich alles zu kultivieren, was möglichst doof aussieht. Zum Beispiel gibts hier keine Basecaps mehr, sondern drei Nummern zu kleine Schirmmützen, die weil ja zu klein, einfach auf den Kopf gelegt werden (jedenfalls siehts so aus). Seit neuestem - weils einfach noch dööfer aussieht vermutlich - rückwärts. Frisurtechnisch haben die das im Prinzip adaptiert: Absichtlich mies gefärbte Miniponytollen waren ja schon häßlich, aber auch das kann man ja nach hinten drehen und so ne Art Feuerwehrhelm-Spoiler in Rostighellorange am Hinterkopf tragen. Ich musste beim ersten Mal zweimal schauen um zu verstehen, daß das tatsächlich die Haare sind. Hätte ich mir aber sparen können, inzwischen rennen ja alle mit sowas rum.
Auch Lustig die Übernahme aller Prollunsitten: Die Hiphop-Kids stecken ihre Hosen in weiße Socken in klobige Turnschuhe. Kannte ich bisher nur von den Erben der Mantafahrer in ihren raschelnden Trainingssanzügen und 80er Vokuhila-Matten. Haben in Köln aber die angeblich so hippen Kids.
Eigentlich gefällts mir hier ja wirklich, aber so ganz die Augen verschließen kann man doch nicht...

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Dienstag, März 11, 2008

Bloggen vom Küchentisch
das ist wirklich unvorstellbar, wie toll sich das anfühlt, gemütlich am Küchentisch zu sitzen, einen Kaffee zu trinken und Sachen ins Laptop zu tippen. Unter der Woche. Das hatte ich seit letzten Mai nicht mehr.

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Sonntag, März 09, 2008

Das erste Kinderwochenende
ich hab mich so gefreut, die zwei zu sehen. Sie kamen eine Woche früher als eigentlich geplant, aber dann hätte ich sie drei Wochen nicht gesehen und das ist echt zu lang. Sie kamen am Freitag an, und abends hab ich für alle bei Dave und Eva gekocht (Lewins Leibgericht: Gnocchi in Sahne-Schinken-Käse-Pilzsoße). Joshua war wie zu erwarten sehr angetan von Daves Werkstatt.
Gestern dann haben uns den Dom angeschaut, wo netterweise wirklich alles geöffnet war, das Wetter war unser Freund und nach ein paar letzten Handgriffen (hab noch schnell den Herd angeschlossen und den Kühlschrank gefüllt) war auch die Wohnung in einem Zustand, der überhaupt nicht mehr nach Übergang aussah.
Heute dann gegen sechs hab ich die Beiden in den Zug nach Frankfurt gesetzt. Zuerst sah es aus, als ob das ein Problem wird, da der Bahnsteig seltsamerweise proppenvoll war und Massen von Menschen in den Zug wollten. Da ich aber in dem Moment mit halbem Ohr die Durchsage mitbekam, daß ein Gleis weiter genau dieselbe Zugverbindung einfuhr, der aber wegen Personenschadens drei Stunden verspätet war, riskierten wir einen Gleiswechsel. Was eine gute Idee war, denn der Zug war leer und fuhr auch noch früher ab als der reguläre, in den sich immer noch diese ungewöhnlichen Menschenmassen quetschten.
Eine Stunde später SMSte mir Joshua "Mission completed" und die Premiere hat somit geklappt.

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Freitag, März 07, 2008

Heinzelmännchen
Gestern abend war ich platt, und zwar so richtig. Meine Küche, die bisher noch nicht allzusehr anders aussah als letzte Woche, sah nämlich plötzlich so aus:

Dave und Eva hatten sich am Nachmittag offenbar als Heinzelmännchen betätigt und mir damit die schönste Überraschung des Tages bereitet.

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Montag, März 03, 2008

Fortschritte seit vorletzter Woche
alte Wohnung
- grundreinigen
- Bohrlöcher verspachteln

neue Wohnung
- Telefonanschluss und Internet einrichten (Termin ist am Dienstag)
- Küche saubermachen (teiweise)
- Küche aufbauen (teilweise)
- Herd und Spülmaschine anschließen
- ca. 15 3 Kartons in den Keller tragen
- 1 kleinen Ivar aufbauen
- das Sternregal aufbauen
- Anlage anschließen
- Fernseher, DVD und Wii anschließen
- ca. 15 5 Kartons auspacken
- vier Lampen aufhängen
- Schreibtisch kaufen
- Computer aufbauen
- Terasse herrichten

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Das Leben mit anderen
Ich habe ja in den letzten Jahren einen eher autistischen Lebensstil geführt, in den es mich durch lange Wegen zur Arbeit und zurück, eine Weile lang ausgedehnte Arbeitstage dazwischen, provisorischen Wohnsituationen und regelmäßigen Pendelstrecken zum Wochenende verschlug.
Hinter mir liegt aber nun das erste Wochenende, das ich in Köln verbracht habe statt nach Neu-Isenburg zu fahren und hier lebt es sich völlig anders, denn relativ unvermittelt finde ich mich mich in einer angemehmen, freundschaftlichen Gemeinschaft wieder. Ich hatte großartige Hilfe für die ersten Schritte, wieder zu einer funktionierenden Küche zu kommen, es wird regelmäßig für alle gekocht, ich kann mich nützlich machen indem ich bei der Aktualisierung von Bewerbungsunterlagen unterstütze, wir saßen mit Pizza und Bier auf dem Sofa beim philosophieren und DVD schauen...
Kurz: Es fühlte sich gut an, so unter Menschen zu sein und viele schöne Erinnerungen an alte WG-Zeiten tauchen, wahrscheinlich nicht zusammenhanglos, auf. Und ich merke, wie sehr meine Antennen in den letzten Jahren eingeschlafen sind. Zu erkennen, wie schnell man beim fehlenden Umgang mit Menschen Fähigkeiten abbauen kann ist durchaus auch frustrierend.

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Dienstag, Februar 26, 2008

Das Chaos in Bildern
Telefon und Internet dauern länger, weil die Leitungen zu marode sind und neu gelegt werden müssen. Danach hab ich aber wahrscheinlich das schärfste Fernsehbild im ganzen Haus.
Ansonsten siehts bei mir halt echt noch arg unfertig aus:

Umzugschaos - Küche
Die Küche will ich am Wochenende machen.

Umzugschaos - Wohnzimmer
Das Wohnzimmer sieht zwar noch völlig unfertig aus, geht aber wahrscheinlich ganz schnell, weil die meisten Kartons entweder zu zwei drittel leer sind (da waren Bücher drin, die ich schon ausgeräumt hab) oder direkt in den Keller wandern.

Umzugschaos - Schlafzimmer
Das Schlafzimmer ist auch fast fertig, auch hier stehen Kartons, die in den Keller wandern und es fehlt noch der Schreibtisch, den ich noch kaufen muss. Aber der Kleiderschrank und das Bett steht und das große Bücherregal ist auch schon voll.

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Montag, Februar 25, 2008

Die Welt ist grade sehr klein
Da is ja FrühlingDenn ich habe noch kein Internet, den Fernseher noch nicht angeschlossen und bekomme auch keine Zeitung mehr. Was ok ist, da ich eh keine Zeit habe, irgendwelche Informationen über Dinge zu verarbeiten, die weiter weg sind als mein persönliches Umfeld.
Die Liste der ToDos ist nur unwesentlich kleiner geworden, weil ich es immerhin hinbekommen habe, die alte Wohnung zu fegen und die letzten Stückchen Kram dort rauszuschaffen. Die neue Wohnung hingegen ist vor allem immer noch eine große Menge Arbeit.
Allerdings ist der Februar nun bald rum, was bei mir schon mal grundsätzlich die Stimmung hebt, denn das bedeutet, daß es langsam Frühling wird. Wie man auf meiner Terasse (die aufzuhübschen auf meiner Liste erst ganz zum Schluss kommt) sogar bemerkt, da blüht nämlich schon irgendwelches Geblüme.

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Freitag, Februar 22, 2008

Noch zu tun
alte Wohung
- grundreinigen
- Bohrlöcher verspachteln

neue Wohnung
- Telefonanschluss und Internet einrichten (Termin ist am Dienstag)
- Küche saubermachen
- Küche aufbauen
- Herd und Spülmaschine anschließen
- ca. 15 Kartons in den Keller tragen
- 1 kleinen Ivar aufbauen
- das Sternregal aufbauen
- Anlage anschließen
- Fernseher, DVD und Wii anschließen
- ca. 15 Kartons auspacken
- vier Lampen aufhängen
- Schreibtisch kaufen
- Computer aufbauen
- Terasse herrichten

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Mittwoch, Februar 20, 2008

Umzug
Freitag letzte Woche gings los. Meine Eltern kamen und wir haben die Küche abgebaut und in den Hof gestellt, Eva half, jede Menge Kartons zu packen und die Möbel auseinanderzunehmen, bei denen das möglich war. Samstag war dann schon absehbar, daß alles gut aussieht und ich den Rest am Sonntag auch alleine hinbekomme.
Im Rückblick ist das seltsam weit weg. Es war eigentlich eine unglaubliche Plackerei, gemessen an dem, was jetzt in meiner neuen Wohnung steht und der Geschwindigkeit, in der die Packer den ganzen Kram in den Laster geschafft haben. Aber da ich eigentlich die ganze Zeit krank war und mich mit Paracetamol und Aspirin plus C dauergedopt hatte scheine ich dabei ziemlich breit gewesen zu sein.
Montag jedenfalls war Umzug bei bestem Wetter. Die drei Packer haben in grade mal drei Stunden meine Küche, das Klavier, das Riesensofa, Regale, Tische, Stühle und Kleiderschrank sowie knapp 50 Kartons eingeladen und sind davongedüst. Ich habe sie mit dem ICE überholt. Währenddessen versuchte Eva in Mülheim Platz für den Möbelwagen zu schaffen und wie es das Glück so wollte konnten wir just in dem Moment direkt vor der Tür die nötigen Meter abgreifen, als der Laster die Straße runter kam.
Das Zeug in den ersten Stock hochzutragen hat dann ein wenig länger gedauert, vor allem nach dem Klavier war erstmal Schicht bei den beiden Jungs. Dennoch war so bis fünf alles in der Wohnung.
Gestern musste ich dann auch wieder ins Büro, abends habe ich dann die erste Fuhre Klamotten aus meinem bisherigen Zwischendomizil abgeholt und das große Bücherregal aufgebaut, um mal langsam ein paar Kisten loszuwerden. Heute wird nicht allzuviel passieren, da wir uns am Abend vereinsbedingt mit einem WDR-Reporter treffen. Auch Lampen aufhängen werde ich erst nächste Woche, ich will die Nachbarn über mir mal besser nicht spät abends noch mit dem Bohrer nerven.
Zu tun gibts noch einiges, außer Kisten auspacken. Gut ist, daß ich ja jetzt auch wieder einen Keller habe, da kommt erst mal alles runter, was ich nicht sofort einordnen kann. Und vor allem die Küche wird noch ein größerer Akt: Die muss ich erstmal sauber bekommen (morgen abend, damit sich das fiese Chemiezeug bis nach den Wochenende wieder verzogen hat), dann schauen, wo und wie die Schränke und Geräte hinpassen und so, aber in der Küche stehen auch noch derart viele Kisten herum, daß ich erstmal Platz schaffen muss, um mich darin überhaupt mal bewegen zu können.
Soweit zum Stand der Dinge, nächste Woche sieht aber alles hoffentlich schon besser aus.

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Donnerstag, Februar 14, 2008

Update
So, damit hier auch mal wieder was steht mal ein kurzer Abriss über die laufenden Geschehnisse der letzten Wochen:
Meine Vorbehalte gegenüber Schulen im Allgemeinen und Grundschulen im Besonderen sowie meine Annahme, daß man in Deutschland davon ausgeht, daß nur funktionierende Kinder gute Kinder sind, haben sich mal wieder bestätigt.
Ich bin tierisch nervös wegen meines Umzuges. Der wird nun am kommenden Montag stattfinden, morgen kommen meine Eltern und helfen mir mit der Küche und den Geräten, die Süße hilft mir ebenfalls und am Wochenende packe ich den Rest alleine ein und hoffe, daß mir Joshua ein wenig zur Hand geht.
Drückt mir die Daumen, daß mein Antrag auf Umzugshilfe bewilligt wird.
Jobmäßig war natürlich ausgerechnet diese Woche eine der heftigen. Gestern war aber erstmal Höhepunkt und wir haben einen anstrengenden Workshop durchgezogen und Konzepte für die Startseite einer großen Blog-Community vorgestellt (ein Thema, das m.E. übrigens bei allen großen Blog-Communities im Argen liegt).
Ich werd natürlich passend zum bevorstehenden Umzug krank.

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Freitag, Februar 01, 2008

Soviel zum Karneval-Alarm
Die Warnungen waren maßlos übertrieben. im Prinzip war der Tag gestern nicht anders als sonst, nur daß die Leute buntere Klamotten anhatten und nicht ganz so genau auf die Einhaltung von Konventionen (Rauchen und trinken in der Öffentlichkeit) achteten. S- und U-Bahnen fuhren ganz normal und es gab da auch keine Horden von feiernden Mittfünfzigerinnen, in deren Fängen man mich zu verlieren fürchtete. Niemand hat meine Schnürsenkel abzuschneiden gewünscht und "Bütschze! Bützsche!" schreiende Verfolgerinnen gabs auch keine.
Sicher gab es irgendwo in Köln die Stelle, an der entsprechend gefeiert wurde, meine Kollegen sind da auch alle hingegangen, nachdem wie gegen halb Zwei das Büro verlassen hatten. Aber einen Unterschied zu z.B. Frankfurt Sachsenhausen oder einer Hüttenparty sehe ich da auch nicht. Ich glaube, die Kölner pflegen da einfach einen gewissen Mythos, der ihren Karneval vom angeblich profaneren Fasching unterscheiden soll. Am Ende ist es aber nichts wirklich anderes.
Allerdings sollte ich dazu sagen, daß mir das so viel besser gefallen hat. Es ist schon toll, wenn man auf seinem normalen Heimweg ständig wunderbar selbstverständlich agierenden, aber dabei herrlich albern angezogenen Gestalten begegnet. Das ist dann schon ein wenig wie eine Parallelwelt. Ich finde nämlich, daß Karneval und alles drumherum durchaus eine schöne Sache ist - vielleicht sind die Mythen und Warnungen ja auch nur im Umlauf um die blöden Karnevalmuffel und arroganten Naserümpfer auch wirklich nachhaltig zum Fernbleiben zu bringen.

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Mittwoch, Januar 30, 2008

Be warned!
In den letzten zwei Tagen werden die Warnungen immer eindringlicher, die ich bekomme, wenn ich erwähne, daß ich morgen arbeiten gehen werde. Ich habe inzwischen das Gefühl, mit dem Schlimmsten rechnen zu müssen, daß ich, sobald ich das Haus verlasse, ein Minenfeld betrete, das schwerer zu durchqueren ist als der Sinai in den Siebzigern.
Meine Versuche, zu erklären, daß ich ja nur bis Mittags arbeiten müsse und dann schon wieder nach Hause fahren kann werden mit mitleidigen und bestürzten Blicken quittiert. Blicke die unausgesprochen Dinge sagen wie "Du verstehst es einfach nicht!" oder auch "Du arme, arme Sau..."
Ich wurde heute eindringlich gebeten, morgen nicht zur Arbeit zu fahren, da man mich gerne lebend wiedersehen wolle. Kollegen erklärten mir, ich solle es so machen wie sie und den Tag im Homeoffice verbringen.
Ich werds aber wahrscheinlich doch versuchen und hoffe, daß das alles nicht so Ernst gemeint war wie es sich irritierenderweise anhörte. Ja, ich muß um zur Arbeit und zurück zu kommen jeweils einmal ganz Köln durchqueren. Aber hey, es ist doch nur Fasching, was soll denn da passieren?

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Montag, Januar 28, 2008

Wasabi Peas
Wasabi  Coated Green Peas Der nette Kollege hat mir heute eine Riesendose Wasabi-Erbsen mitgebracht, die jetzt langsam vernichtet werden. Ich fürchte allerdings, daß ichs übertreibe, denn die Dinger sind derart lecker, daß ich die mit vollen Händen in mich reinschaufle. Wer weiß, ob sich das am anderen Ende nicht rächt...

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Adrieeeeen
Gestern abend ging die Fahrt nach Köln ein wenig daneben. Hab mir eine hübsche Schramme an der Augenbraue geholt, weil ich die Autotür ignoriert habe, die mir ihre Ecke entgegenhielt als ich mich bückte. Sternchen sehen, sickerndes Blut abdrücken um dann wegen dieses Mißgeschicks auch noch den Zug um Sekunden zu verpassen: Die Türen gingen zu, als ich die Rolltreppe zum Bahnsteig hinunterrannte.
Der nächste Zug fuhr dann 40 Minuten später. Die Fahrt inklusive zweimal U-Bahn ging dann aber ohne weitere Verzögerungen und Wartezeiten. Die Verspätung war dennoch ärgerlich, ich kam dadurch erst gegen 24h an und die schöne Stimmung zum nochmal nett telefonieren war verflogen.

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Donnerstag, Januar 17, 2008

Die Welt dreht sich halt so
und immer noch ist alles ziemlich zäh. Der Makler schafft es nicht, mir endlich mal die Schlüssel zu übergeben und die mehr als knappe Kasse zehrt an den Nerven. Ich will renovieren und sollte mal anfangen, den Umzug zu planen. Dringlich wird das nicht, weil auch kein Nachmieter zu finden ist und ich somit den Februar ohnehin doppelt zahlen werde. Was wiederum mit meiner knappen Kasse schwerlich vereinbar ist.
Andererseits ist das alles nur temporär und irgendwann ist alles erledigt, die Provisorien abgebaut, die Dinge wieder im Fluss und ich muss diese Woche nicht alleine schlafen.
Das alles sorgt nicht wirklich für miese Stimmung bei mir sondern lediglich für eine gewisse Unlust zu bloggen und solange das die einzige Auswirkung ist, ist mir das Recht.
Montag und Dienstag bin ich auf dem DLD-Kongress, wäre schön, wenn ich die ein oder anderen Blogger oder Leser dort sehen würde (Lästern macht ja nur in der Herde Spaß und wenn wir Blogger was können, dann ja wohl Lästermobs bilden). Nach meiner Handynummer kann man gern per Mail fragen oder sie steht in Xing, einfach Kontakt machen, dann geb ich die frei.

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Sonntag, Januar 06, 2008

Zäher Jahresstart
Ich quäle mich immer noch durch die 2006er Steuern. Die Bank hat die Bürgschaft für die Kaution noch nicht geschickt, was bedeutet, daß ich die Schlüssel für die neue Wohnung auch nächste Woche noch nicht abholen kann. Die ja auch noch gestrichen werden will. Und mein Nacken ist verspannt.
Es ist aber immer so: Im Winter ist alles zäh, die Dinge laufen nur unter heftigem Knirschen und ich friere und bin müde deswegen oder umgekehrt. Zum Glück ist dennoch alles irgendwie absehbar. Ich werde hoffentlich irgendwann im Februar den Umzug hinter mir haben und der kommende Frühling wird das Übrige dazu tun, daß alles wieder fließt.
Ich finde ja, die Evolution hätte den Winterschlaf bei Menschen nicht rausmendeln müssen.

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Dienstag, Januar 01, 2008

Der übliche Fragebogen zum vergangenen Jahr
fällt, ich habs schon angedeutet, dieses Mal weniger trist aus aus in den vergangenen Jahren (2007, 2006, 2005, 2004), in denen bestenfalls Zweckoptimismus herauszulesen ist. Diesmal bin ich ausgeruht, habe richtige Pläne am Start, nicht nur vage Ideen und bin mir sicher, daß sich das Jahr 2008 zu einem der wirklich guten Jahre entwickeln wird. Los gehts also:

Zugenommen oder abgenommen? Etwas zugenommen, glaube ich. Ich bin wieder agiler und fitter, weil ich dieses Jahr etwas wesentliches zurückgewonnen habe: Genügend Zeit und Gelegenheit, mich zu bewegen. Daß das was gutes ist, merke ich auch an vielen anderen Kleinigkeiten: Ich habe seltener Migräne, war seltener krank und gestern wurde ich gefragt, ob ich Bodybuilding gemacht habe. Hab ich nicht, aber ich bin vor einem Jahr über Monate nur morgens aufgestanden, zur Arbeit gefahren, abends heimgefahren und ins Bett gefallen. Das war nicht gesund.
Haare länger oder kürzer? Gleich. Mir gefällt das so, da muss ich nichts ändern.
Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Gleich.
Mehr ausgegeben oder weniger? Mehr, aber nur weil ich jede Woche mit dem ICE von Frankfurt nach Köln pendle, dort ein Zimmer zahle und jede Menge anderer damit verbundener Kosten habe.
Der hirnrissigste Plan? Gegen Windmühlen zu kämpfen und sich dabei fast komplett aufzureiben.
Die gefährlichste Unternehmung? Einen neuen Job in einer fremden Stadt anzunehmen.
Der beste Sex? Aber hallo.
Die teuerste Anschaffung? Der neue Rechner, nachdem der alte von einem Tag auf den anderen verreckt ist.
Das leckerste Essen? Die Weihnachtsgans meiner Eltern.
Das beeindruckenste Buch? Da ich dieses Jahr tatsächlich überhaupt wieder, und dann gleich ungefähr zwanzig Bücher gelesen habe, kann ich endlich mal diese Frage beantworten. Es war der Mister Aufziehvogel von Murakami.
Der ergreifendste Film? Shortbus.
Die beste CD? Da bleib ich bei Shortbus. Der Soundtrack läuft bei mir rauf und runter.
Das schönste Konzert? Wolfgang Ambros. Dicht gefolgt von Placebo.
Die meiste Zeit verbracht mit...? mir, auch in diesem Jahr. Aber lange nicht mehr so ausschließlich wie die Jahre davor, denn so viel mit Freunden unterwegs wie dieses Jahr war ich schon lange nicht mehr. Und seit Ende Oktober ist nochmal alles anders, denn da hats mich nochmal ganz besonders erwischt.
Die schönste Zeit verbracht mit...? der Süßen.
Vorherrschendes Gefühl 2007? Verwunderung.
2007 zum ersten Mal getan? Eine Vergiftung gehabt (braucht nicht suchen, davon steht nichts im Blog).
2007 nach langer Zeit wieder getan? In der Sauna gewesen. Ich habe ganz vergessen, wie wunderbar das ist.
3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen? Ämterscheiß. Wie eigentlich jedes Jahr. Ich habe echt Angst vor Ämtern, denn ich glaube, man kann so korrekt sein wie man will, man kann gar nicht fehlerlos in diesem Paragraphendschungel überleben.
Dann im April die Art, mit der eigentlich unötigerweise voll auf meine Kosten und ohne das geringste bisschen Rücksicht das Maximum an Vorteilen herausgeschlagen wurde. Weil es halt ging.
Drittens: Meine Eigenart, bestimmte unangenehme Dinge so lange aufzuschieben, bis sie viel mehr stressen, als wenn ichs gleich machen würde.
Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? Daß ich es Ernst meine.
Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat? Der Inhalt einer kleinen Holzkiste. Symbolisch gleichbedeutend mit uneingeschränktem Vertrauen.
Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat? Das ist der, den man einfach immer wieder gerne hört.
2007 war mit 1 Wort...? Der lange überfällige Neuanfang

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Sonntag, Dezember 23, 2007

Mal ein Jahr, bei dem sich ein Rückblick wieder lohnt
Dieses Jahr war seite langem mal wieder eines, in dem sich erwiesen hat, daß die Dinge am Ende immer anders laufen können, als man es sich vorstellt. Ich glaube, es gab kein Jahr, in dem der Gegensatz vom Januar zum Dezember derart weit auseinanderlag, wie 2007. Im Januar habe ich ungefähr 70 Stunden die Woche gearbeitet, eine direkte Weiterführung des zweiten Halbjahres 2006, in dem sich mein Arbeitspensum nach und nach in Dimensionen schraubte, die jenseits jeder Verhältnismäßigkeit waren. Speziell hatten mich glaube ich in den ersten Januarwochen die CeBit-Seiten der SAP derart beschäftigt, daß ich jeden Abend und auch die Wochenenden mit Kundentelefonaten und Tests verbracht habe. An ein normales Leben war jedenfalls Anfang des Jahres nicht zu denken, ich habe nicht einmal bemerkt, daß meine Steuerkarte falsch ausgestellt war und weiniger Geld auf dem Konto landete als sonst. Das fiel mir tatsächlich erst nach meinem Jobwechsel im Mai auf.
Und dann war die Enttäuschung eben besonders groß, darüber daß die Zeit und die Anstrengungen, die man investiert hat, um die für eine Person eigentlich viel zu vielen Baustellen doch noch irgendwie am Laufen zu halten, nicht gewürdigt wurde. Ich begann zwar Anfang März ohnehin schon mit der Suche nach etwas Neuem, aber im April wollte ich nicht nur, sondern brauchte ich von einem Tag auf den anderen einen neuen Job. Ich war aber eigentlich viel zu erledigt, um hierfür noch Energie aufzubringen. Geklappt hat es dennoch, nicht zuletzt durch den Tip eines Freundes. Wie gut das letztlich wird, wußte ich nicht. Ich war aber ziemlich pleite und hatte gar keine Wahl, auch wenn das bedeutete, daß ich nach Köln müßte (naja, ich hätte auch nach München zu einem Telefonservice gehen können, um mich da um ein Serviceportal zu kümmern).
Von Mai bis August wohnte ich dann bei Sonja in Düsseldorf und es wurde schnell klar, daß der Jobwechsel eine gute, sogar eine sehr gute Sache gewesen ist. Es machte mir sogar wieder Spaß, zur Arbeit zu gehen. Im März noch überkamen mich schon Sonntag morgens die ersten Beklemmungen bei der Aussicht auf den Montag.
Über den Sommer und Herbst gab es dann immer wieder durchaus besorgnisserregende Schwierigkeiten, die einfach aus dem Umstand erwuchsen, daß ich mich zuvor viel zu viele Dinge nicht richtig gekümmert habe, aber spätestens im Oktober waren die meisten davon geregelt oder erledigt (bedeutet meistens: bezahlt).
Trotz vieler logistischer Provisorien, der mehr als knappen Kassenlage und der umständlichen Lebensweise zwischen Neu-Isenburg und Köln, in der ich ja niemanden zu kurz kommen lassen wollte, fühlte ich mich Tag für Tag besser und ab Ende des Sommers hatte sich auch das Gefühl, wieder Luft zu kreigen, als stabil erwiesen.
Seit Herbst nun habe ich ein Zimmer in Köln, auch das verkleinerte ein wenig den Provisoriumshaufen, den es noch abzubauen gilt. Die Probezeit war im november rum und ich kann mir grade keinen besseren Job wünschen als den, den ich habe. Auch die Perspektiven dort gehen in die Richtung, in die ich möchte. Der Plan, Anfang 2008 in Köln eine Wohnung zu haben, erfüllt sich ebenfalls. Und als ob das alles nicht reicht ist privat meine langjährige Singlephase beendet, die mich zwar nicht so sehr deprimiert hat wie manche dachten (wie auch, ich hatte ja nicht mal Zeit, darüber nachzudenken, ob mich das deprimieren kann) aber es gab wohl doch eine sehr dicke Kruste zu lösen, die sich in den letzten drei Jahren so gebildet hat ohne daß ich das richtig gemerkt habe.
Insoweit: Nach Jahren, in denen nichts wirklich so funktionierte, die Arbeit zu viel, das Geld zu wenig und ein eigenes Privatleben faktisch nicht vorhanden war geht es mir heute einfach nur gut. Die Dinge, die noch anliegen, die noch geregelt werden müssen, die noch abgearbeitet werden müssen stapeln sich immer noch turmhoch, aber: ich kann die Spitze sehen. Das, ihr lieben, ist ein tolles Gefühl, denn vor einem Jahr dachte ich noch, er ist unendlich hoch.

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Freitag, Dezember 14, 2007

Schnelles update
Ja, die Woche war sehr voll. Und wenn Merlix mir nächste Woche wieder dasselbe wie letzte und diese Woche sagt (im Allgemeinen, daß der Job stresst und grad nicht so ergiebig ist wie ichs gern hätte), wechsle ich den Astrologen.

Juhu, Josh hat ne drei in Mathe geschrieben, was mich sehr gefreut hat. Hm, mit Lewin muß ich am Wochenende besser wieder Mathe üben. Ächz, ich dachte, mit Mathe hätte ich abgeschlossen.

Persönlich gehts mir prima. Wie das so ist, wenn man verknallt ist. Da ist einem aller Ärger zweitrangig. Hätt ich das mal früher gewusst, dann hätt ich die letzten drei, vier Jahre vielleicht weniger rumgejammert hier.

Am Mittwoch hab ich den Mietvertrag für die Wohnung von letztens unterschrieben. Im Januar kann ich renovieren, ab Februar wohne ich dann hauptsächlich in Köln. Nicht, daß das jetzt anders wäre, daher wird sich eigentlich im Groben gar nicht viel ändern, außer, daß jede Menge provisorischer Hickhack wegfällt. Jedenfalls stelle ich mir das so vor.

Bezüglich zwei der obigen Themen muss ich mich auf jeden Fall darum kümmern, daß niemand glaubt, jetzt zu kurz zu kommen. Ich hab genug Platz für alles, ich schau seit Wochen kein Fernsehen mehr und plane meine Zeit etwas mehr vorraus.

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Montag, Dezember 10, 2007

Das wird ne enge Woche
So viel Zeug, das anliegt. So viele Leute, die krank sind. Ein Glück, daß noch mein Schoko-Nikolaus auf dem Schreibtisch steht, um mich mit Streßabbau-Placebo versorgt. Aber was mach ich morgen?

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Sonntag, Dezember 09, 2007

Es gibt Stellen
an denen ich überfordert bin damit, Verständnis aufzubringen. Zum Beispiel, wenn ich den Verdacht bekomme, jemand will es einfach nur darauf anlegen, mich zu ärgern. Das kann ich mir nämlich nur schwer vorstellen, aber da es immer wieder mal passiert scheint das durchaus ein Antrieb zu sein.
Nur: Warum sollte man denn das machen? Mir reicht das als Grund einfach nicht, ich suche dann immer nach mehr, nach einer richtigen Erklärung, die irgendwie einen richtigen Sinn ergibt. Gerne kann das auch ein Missverständnis sein, mir ist auch Recht, wenn herauskäme, daß ich da was falsch verstanden habe - alles besser als die Verwirrung darüber, daß es anderen einfach nur nicht gefallen könnte, daß man gerade existiert.

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Freitag, Dezember 07, 2007

Kann nicht schlafen
Außerdem hat sich heute die Spülmaschine gedacht, was die Waschmaschine kann, kann ich schon lange. Allerdings war sie nicht so effektiv und lebt noch. Lediglich die Küche und ein Stück vom Wohnzimmer stand unter Wasser. Ich hab so etwa vier Liter im Eimer gehabt, als ich mit Aufwischen fertig war.

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Donnerstag, Dezember 06, 2007

Ab Februar wohne ich in Köln
Habe grade eine Wohnung in Mülheim an der Frankfurter Straße zugesagt. Ist etwas größer als meine jetzige, allerdings sogar nochmal besser geschnitten. Pluspunkte: Eine große Südterrasse und Parkettboden, zwei große, einzelne Zimmer, so daß die Jungs auch ihren eigenen Bereich haben, wenn sie da sind und eine richtig große Wohnküche.
Minuspunkt: Das Bad hat kein Fenster und ist auch sonst nicht groß und gemütlich - wer mein jetziges Bad kennt wird wissen, was ich aufgebe. Aber es gibt eine Badewanne und man kann sich darin auch einigermaßen bewegen.
Ist dann aber bis Februar noch einiges zu tun. Tapezieren und streichen vor allem. Hab ich aber den ganzen Januar Zeit für. Mal sehen, wer mir da helfen kann...Hallo? Wo sind denn plötzlich alle hin?

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Sonntag, Dezember 02, 2007

Verzichten
könnte ich gut auf Halsschmerzen. Die habe ich aber grade. Seit Wochen bin ich von Menschen umgeben, die krank werden oder sind, da kann man wohl auch mit der besten Konstitution nicht ewig gegenhalten...
Auch verzichten hätte ich auf den Abgang meiner Waschmaschine können. Zumindest hat sie es spektakulär gemacht. Highlander-like ("It's better to burn out than to fade away") entschloss sie sich dazu, offenbar das Termostat, das die Erwärmung des Wassers regelt, zu ignorieren und das Waschwasser so heiß wie möglich zu machen. Und damit auch nicht mehr aufzuhören, was dazu führte, daß sie Stunden damit verbrachte, Wasserdampf herzustellen und sich selbst damit einzuschmelzen. Zum Glück entdeckten wir den Maschinensuizid noch rechtzeitig, bevor alles Wasser verbraucht war und das dumme Ding ausprobiert hätte, wie gut Wäsche brennen kann, denn das wäre als nächstes gekommen. Es kam zwar jede Hilfe zu spät, aber zumindest meine guten Handtücher und die Bettwäsche - und ganz nebenbei nicht zu vergessen das nicht abgefackelte Haus - konnten gerettet werden und die Wäsche hängt jetzt so keimfrei auf der Leine, wie sie nie zuvor gewesen ist.

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Samstag, Dezember 01, 2007

Insider
@van: anscheinend haben wir alles richtig gemacht...

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Donnerstag, November 29, 2007

Nachtrag
...und was in einem gewissen Alter auch schön ist: Man kennt seine Trigger und kann sie gepflegt ignorieren. Ich muss nicht jeden Schuh anziehen, den man mir hinstellt und nicht ständig irgendwas neu beweisen, was einem selbstverständlich ist - zum Beispiel Loyalität.
Man lernt irgendwann (endlich), anderen ihre schlechte Laune zu lassen, ohne immer wieder ins offene Messer zu laufen, denn nach einigen Anläufen hat man rausgefunden, daß man sich von Leuten kein schlechtes Gewissen machen lassen muss, nur weil sie schlecht gelaunt sind und daher meinen, allen anderen hat es auch schlecht zu gehen.

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Welt in Ordnung
Entweder: Das Schwierige daran, daß ich fast Vierzig bin, ist daß ich schon sehr viel erlebt habe. Schlimme Dinge für die man verantwortlich ist, böse Dinge für die andere nie zur Rechenschaft gezogen werden, Fehler die einem nicht verziehen wurden, Scheiße, mit der man beworfen wurde oder die man selbst gebaut hat und die einen über die Jahre zermürbt und immer weiter desillusioniert und mir am Ende den Optimismus raubt, zum Zyniker werden lässt in der Annahme, das sei die einzig verbleibende Konsequenz.
Oder: Das Schöne daran, daß ich fast Vierzig bin, ist daß ich schon sehr viel erlebt habe. Man weiß dann, daß Liebe endlich ist, aber die Freundschaft nicht aufhören muss. Man sieht, daß auch unüberwindbar erscheinende Probleme lösbar sind. Man erkennt, daß alles Schlimme mit der Zeit verblasst und halb so wild ist, nur wenig für immer zerstört wird und alles Schöne mit der Zeit immer größer und wichtiger wird, wenn man ihm Raum lässt. Man gewinnt mit jedem Fehler an Sicherheit, denn man erkennt, daß man meistens eine weitere Chance erhält. Man erkennt, daß jeder eigentlich nur geliebt werden will, und zwar so wie er ist und daß es allen gut geht, wenn man das einfach tut. Und die Unsicherheit, die sich im überheblichen Zynismus des Dreißigjährigen äußert wird vom wachsenden Optimismus überstrahlt, weil der nämlich am Ende viel öfter bestätigt als enttäuscht wird.
Ich entscheide mich vollumfänglich für "Oder".

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Freitag, November 23, 2007

Mal untertauchen
werde ich für die kommenden zwei Tage. Keine Sorge, alles ist gut. Wenn ich heute nachmittag das Büro verlasse kann es wegen mir gerne regnen, wolkenverhangen sein und eklig winden. Ist mir egal, ich werde ein wunderbares Wochenende haben, auf das ich mich schon seit zwei Wochen freue. Es ist bis Montag daher höchst unwahrscheinlich, daß ich ans Telefon gehe oder auf Mails reagiere.
Wünsche auch euch ein schönes Wochenende.

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Freitag, November 16, 2007

Warum ich nicht plane
Weils ohne Plan besser geht, man muss sich nur drauf einlassen. Wegen des Bahnstreiks und der hohen Wahrscheinlichkeit, deswegen heute abend auf gar keinen Fall zu irgendeinem akzeptablen Zeitpunkt nach Frankfurt zu kommen, habe ich gestern kurzerhand entschieden, einen Tag früher zu fahren und zu Hause zu arbeiten (was ich auch tue, nur jetzt mach ich grade mal Mittagspause, liebe mitlesenden Kollegen).
Was wäre also die korrekte Vorgehensweise? Stundenlang nach funktionierenden Verbindungen recherchieren und dann trotzdem nicht wegkommen wahrscheinlich.
Hab ich nciht gemacht. Ich bin kurz nach sechs Uhr losmarschiert, bin die einzige pünktlich fahrende S-Bahn nach Köln gestiegen, dort direkt in die U-Bahn die grade kam, habe meinen Koffer gepackt, hab noch ein wenig geplauscht und bin zwanzig vor Acht mit der U-Bahn zum Bahnhof zurück. Dort herrschte ein riesiges Chaos um irgendwelche Infostände und die Durchsagen verstand man auch nicht, weil alle gleichzeitig irgendwelche Ausfälle und Verspätungen meldeten.
Ich bin daher einfach direkt zum Gleis, von dem aus immer die ICEs abfahren und zwei Minuten später fuhr der Zug ein (hatte etwa 30 Minuten Verspätung, weil der eigentlich schon um 19:35h fährt). Da stieg ich ein, fand sofort einen Platz in Fahrtichtung, der Zug fuhr los und ich kam eineinviertel Stunden später in Frankfurt Flughafen an, wo der Bus nach Neu-Isenburg in dem Moment eintraf, als ich an der Haltestelle ankam.
Das alles ging so schön easy, daß ich nicht ein Mal überhaupt die Zeit hatte, mir irgendeinen Plan anzusehen oder überlegen zu müssen, was als nächstes kommt. Und kontrolliert wurde auch nicht, d.h. die Fahrkarte kostet mich auch nur die "Bearbeitungsgebühr".

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Samstag, November 10, 2007

Heute kein Blogeintrag
Ulla ist am Montag, den 05.11.2007 um 21.15 Uhr gestorben.
Und alle sind bei ihr.

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Sonntag, November 04, 2007

Das war doch mal ein sehr netter Abend
Holgi kam vorbei, wir haben zwei Flaschen Wein gekillt und mir ist ein sehr leckeres Chili sin carne gelungen. Es gibt nichts angenehmeres, als gut zu essen und zu trinken und sich all die Geschichten zu erzählen, die nie in Blogs auftauchen werden...

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Samstag, November 03, 2007

Vielleicht ganz gut
daß ich das Wochenende keine Verpflichtungen habe. Ich schwitze. So richtig. Nicht daß mir heiß ist oder ich krank bin, im Gegenteil, mir gehts richtig gut, aber mir läuft der Schweiß in Bächen runter.

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Strowitwerwochenende
Ein ganzes Wochenende ganz allein für mich. Mit Auto vor der Tür. Das letzte dürfte echt schon lange her sein.
Heute morgen habe ich ne Mappe mit Zeug gefunden, das ich so zwischen 1987 und 2002 geschrieben habe. Da ist zwar zum größten Teil Zeug, das man so schreibt, wenn man so um die zwanzig ist (viel Schmampf, ums auf den Punkt zu bringen), aber zwischendurch hab ich mich echt über einzelne richtig gelungene Formulierungen gefreut und darüber daß ich die aufgeschrieben habe. Auch für mich etwas überraschend: Das meiste handelt vom Warten. Das eine Mal in sehr lockerer Stimmung, mit Scherzen darüber, daß die Zeit schon sehen wird wo sie bleibt, das andere Mal nicht besonders glücklich und sehr ungeduldig. Locker die Hälfte der Texte muss beim Warten entstanden sein und beschreibt ziemlich genau, wie sich das jewils anfühlte. Ich könnte ein kleines Lexikon draus machen, so viele unterschiedliche Blickwinkel sind da dabei.
Eine Geschichte ist dabei, die ich auf jeden Fall nochmal abtippen muss. Ich kann mich überhaupt nicht erinnern, ob es einen Anlass dafür gab, aber die ist für sich echt gut, glaub ich...

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Donnerstag, November 01, 2007

Tralala
Karsten sagt ja immer "Sei froh, daß er nicht gut gelaunt ist, dann wäre er unerträglich!", wenn jemand sich darüber beschwert, daß ich schlecht gelaunt sei. Irgendwie fürchte ich ja, er könnte Recht haben,zumindest bekomme ich durchaus entsprechende Rückmeldungen in diesen seltenen Fällen.
Ich hatte heute zum Glück aber nicht mit allzuvielen Menschen Kontakt (in Köln ist ja heute Feiertag), um das zu beweisen. Will sagen, ich bin heute mal wirklich sehr guter Laune. Wegen sehr lange ausschlafen, drei Stunden Frühstücken und einen Nachmittag voller Müßiggang ohne, daß ich - wie sonst üblich - angefangen hätte, Hohl zu drehen und mich mit sinnlosen Gedanken über Gott und die Welt (oder Finanzen, oder ob ich eigentlich das Richtige tue, oder...) Irre zu machen. Das kommt wahrscheinlich früh genug wieder, aber heute genieße ich es, einfach mal nicht all diesen schwermütigen Dreck zu wälzen.

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Mittwoch, Oktober 24, 2007

Bin vielleicht doch zu anachronistisch
Ich glaube, ich lebe nicht mehr in den aktuell üblichen Denkmuster, wenn es um die Finanzen geht. Meine Kundenberaterin hat sich, nachdem ich ihr die Frage nach der gewünschten Höhe meines Dispos beantwortet hatte, sofort entspannt und gesagt "Ach so, ja das ist ja gar kein Problem". Immerhin wars fast das doppelte. Was haben denn andere da nur für Beträge? Sind Schulden schon so normal? Ich hatte echt das Gefühl, ich hätte sie grade gefragt, ob sie mal'n Kaugmmi für mich hat.

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Freitag, Oktober 19, 2007

Auslaufmodell
Heute morgen mußte ich mangels Bohnenkaffee (inner Memo: Reservevorrat anlegen) auf Caro-Kaffee umsteigen. Ich friere nämlich nach dem Aufstehen. Je früher ich aufstehe, desto kälter ist mir. Kaffee ist somit eher wegen seiner diesem Umstand hervorragend entgegenwirkenden Temperatureigenschaften wichtig, denn wegen des Koffeins. Koffein wirkt morgens ohnehin nicht, sagt mein Gedächtnisteil, in dem all die sinnlosen Informationen landen, die man natürlich niemals im Leben vergessen wird. Denn es gibt verschiedene Arten von Müdigkeit. Die Schläfrigkeit am Morgen ist kaffeemäßig nicht zu beheben, die eventuell vergegenwärtigte Weckwirkung entsteht lediglich aus dem schon erwähnten Umstand, daß er heiß ist.
Caro-Kaffee ist ebenfalls heiß und ich wunderte mich auf Grund meines Wissens um die nicht vorhandene Koffeinwirkung auch nicht, daß ich mich nach einer großen Tasse davon tatsächlich genauso fit fühlte, wie wenn ich einen Bohnenkaffee getrunken hätte.
Was ich nur vergessen hatte, und das ist dem Umstand geschuldet, daß es wirklich schon sehr sehr lange her ist, daß ich Caro-Kaffee getrunken habe, ist die spezielle Eigenart dieses Getränkes, mich jede viertel Stunde auf die Toilette zu schicken. Nun muß ich mich heute erst Recht zwingen, eine ordentliche Menge Wasser zu trinken.
Ich bin mir im Übrigen bewußt, mit diesem Blogeintrag keinen entscheidenden Beitrag zur Stärkung der Position von Blogs in der Debatte um die Qualitätsunterschiede zwischen Bloggern und Journalisten geleistet zu haben.

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Donnerstag, Oktober 18, 2007

Synchroni(zi)sierungsvorgänge
Ich wiederhole mich nicht gerne. Ich habe auch wenig Lust, irgendwohin zu ziehen, wo ich schonmal war. Letzteres geht so weit, daß ich mich letztes Jahr ziemlich schwer damit getan habe, in Weinheim zu arbeiten, weil es einfach sehr nah an Mannheim und Heidelberg ist, das ich sieben Jahre vorher verlassen habe.
Allerdings drängen sich gerade einige Themen ins Sichtfeld, die sich eigentlich immer brav weiterentwickelt hatten, aber dann irgendwann mal halbfertig liegengeblieben waren weil ich irgendwann keine Zeit mehr hatte, sie weiterzuverfolgen oder sie unter Sachzwängen und dringender zu lösenden Schwierigkeiten verschütt gegangen sind.
Anscheinend habe ich wieder Zeit, bzw. bin soweit älter geworden, daß sich neue Möglichkeiten ergeben oder Entwicklungen abzeichnen, die mich in bekannte Gefilde zurückführen. Im Gegensatz zu Orten stelle ich gerade fest, daß mich das überhaupt nicht stört, vielleicht deshalb, weil man zwar an die Vergangenheit anknüpft, aber eben nicht dorthin zurückgeht. Und das geht zeitlich sogar schon ziemlich weit und konkret: Im Januar zum Beispiel wird ein Buch erscheinen, dessen Idee und gute 100 Seiten zeitlich mit dem Bild etwas weiter unten zu tun haben. Dann - mit etwas Glück - werde ich nächstes Jahr Musik für die Einspieler einer Veranstaltung machen.
Was schön ist, zu erkennen: Man kann Dinge, die nicht orts- oder materiegebunden sind, tatsächlich jederzeit mal liegenlassen und wieder aufnehmen, wenn die Zeit dafür passt. Nichts davon geht wirklich verloren und es ist ein Leichtes, solche Vorgänge auch den heutigen Gegebenheiten anzupassen.

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Sonntag, Oktober 14, 2007

Und natürlich
waren dieses Jahr alle auf der Buchmesse, nur ich nicht. Hab ich eigentlich schonmal erzählt, daß es immer die Parties sind, die alle am Ende voll super fanden, wo ich nicht konnte? Ach, hab ich schon...

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1990
1990 oder sosah ich so aus wie rechts auf dem alten Foto, das mich zugegebenermaßen gehörig irritiert. Beziehungsweise der Umstand, daß es siebzehn Jahre alt ist und ich weiß, daß die Person da auf dem Foto noch nicht allzuviel erlebt hat, denn ich war zu dieser Zeit gerade mal ein halbes Jahr mit der Schule fertig und mit dem Zivildienst beschäftigt. Vorstellungen zum Thema "Was will ich später denn mal werden" geisterten vage in die Richtung Grafik-Design oder Schriftsteller oder Journalist. Daß sich da noch sowas wie das Internet eröffenen würde war absolut nicht abzusehen und die typische Jobbeschreibung der neunziger "irgendwas mit Computer" stand daher auch noch gar nicht auf meinem Plan.
Ein Grund, daß ich mich so sehr dagegen wehre, daß unseren Kids schon mit vierzehn Panik gemacht wird, was die Planung einer beruflichen Zukunft angeht. Was soll das? Man muß nach der Schule ja auch erstmal leben, in Ruhe herausfinden, wohin man mit sich selbst eigentlich will. Wie sollen denn unsere Kinder in einem Alter, in dem sie höchstens schon mal vom Beruf ihrer Eltern eine gewisse Vorstellung haben eine solche Entscheidung treffen können? Da geht es doch nur noch ums Funktionieren, um die Einreihung in eine Norm. Es muß nicht sein - moment, das ist so falsch - es darf doch nicht so sein, daß unsere Kinder von einem Gleis direkt aufs nächste verschoben werden wie Güterzugwaggons.
Ich erinnere mich übrigens nicht mehr, wann, wo oder überhaupt daß ich dieses Foto gemacht habe. Und ich habe auch erst in diesem Jahr aufgehört, das Armband an der linken Hand zu tragen.

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Dienstag, Oktober 09, 2007

Immer mehr Vergangenheit und immer weniger Zukunft
Schulfest war letzten Samstag übrigens. Ehemaligentreffen, um genau zu sein. Wir vom Jahrgang 1989 waren inzwischen mit die Ältesten und die Menge der unbekannten Gesichter bewirkte ein Gefühl von gehörigem Abstand und Fremdheit. Das war vor drei Jahren noch völlig anders, insoweit kann das nur bedeuten, daß sich zwischenzeitlich irgendeines dieser unsichtbaren Verhältnisse umgekehrt hat, die man erst erkennt, wenn sich was ändert.
So gesehen war die lange Fahrt nicht sonderlich lohnend. Klar, mit Mario abhängen ist immer ok und auch das ein oder andere Gespräch bei einem gepflegten Tequila Sunrise mit ehemaligen Lehrern war prima und anregend. Dennoch, aus meinem Jahrgang waren nur eine Hand voll Leute da, mit denen ich schon zu Schulzeiten nicht viel zu tun hatte und für Smalltalk war der Aufwand, dort hinzukommen, eindeutig zu groß.
Außerdem, wie angedeutet, fühle ich mich inzwischen doch sehr fremd dort. Bei der Begegnung mit einem (noch älteren) Mitschüler, der damals (ich war in der neunten Klasse) das Video/Fernsehprojekt betreute war ich irritiert, daß ich völlig vergessen hatte, daß es das gab, obwohl ich da sogar eine Zeit lang aktiv mitgemacht hatte. Ich überrasche normalerweise mit Detailwissen aus frühester Kindheit, aber das war mir tatsächlich völlig entfallen und die wenigen Erinnerungsfetzen die ich noch habe ergeben auch jetzt kein einziges ordentliches Bild, wie es damals war und was wir gemacht haben. Wahrscheinlich geht das direkt einher mit dem Umstand, daß ich bis vor vielleicht fünf Jahren noch regelmäßig davon träumte, nochmal die Abiklasse zu wiederholen, ich diesen Traum aber inzwischen gar nicht mehr im Repertoire habe - vielleicht ja auch, weil das Lösen von Schulproblemen inzwischen eher bei Joshua und Lewin Thema ist.
Andererseits natürlich spüre ich gerade in diesem Jahr, wie sich meine Erfahrung im Job bemerkbar macht. Offenbar ist auch da ein Verhältnis umgekehrt worden. Was sicher wiederum einen Ausgleich auf einer weiteren Ebene ergibt. Ich arbeite inzwischen offenbar weniger mit der Fähigkeit, viel schnell lernen zu müssen sondern auf vorhandenes Wissen und Erfahrung zurückzugreifen und praktisch umsetzen zu können. Fühlt sich sehr angenehm an, ich hab mich lange nicht so sicher gefühlt wie in diesen Tagen.

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Donnerstag, Oktober 04, 2007

Gesammeltes
Die dämlichste Liedzeile, die es momentan in der Heavy Rotation gibt ist ja die vom Anfangen, mit dem Anfang anzufangen (...ready now to start a new beginning...).

Heute Vormittag hat man ganz offensichtlich vergessen, Sauerstoff in die Luft zu geben. Zum Glück ist das inzwischen besser, aber ich hatte durchaus das Gefühl, man könnte sich vielleicht auch mal Gedanken über sowas machen. Immer mehr Menschen, immer weniger Regenwald (war da nicht mal was mit "grüner Lunge?") und immer mehr Verbrennung muss sich doch irgendwie auswirken - und Feinstaub und CO2 haben wir ja dieses Jahr auch schon durch.

Meine Herbstswap-Cover drucken sich grade. Trotz knapper Kasse extra noch ne Farbpatrone besorgt. Dieses Jahr mal nur 10 statt 15 Teilnehmer, was aber vielleicht ganz gut ist, denn bis man 15 CDs mal angehört hat ging schon ziemlich viel zeit ins Land und Feedback zu jeder einzelnen Scheibe war bei der Menge leider auch nicht drin.

free the country with the several names

Danke gleichfalls

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Mittwoch, Oktober 03, 2007

Spät Nachtsheim
Heute musste ich nach Hause. Nachdem ich mir noch spontan den Donnerstag und Freitag freinehmen konnte war mein einziger Gedanke, auf jeden Fall heute noch heim. Eigentlich bin ich kein Typ für Heimweh. Hab ich nie gehabt, wie soll das auch gehen, wenn man schon als Kind im Durchnitt alle zweieinhalb Jahre quer durch Deutschland umzieht und zwischenzeitlich auch noch ein Internat besucht. Aber heute wollte ich nur noch weg. Die letzten Wochen waren anstrengend und ich wäre, wegen des Schulfestes am kommenden Wochenende, ansonsten insgesamt drei Wochen nicht mehr in meiner eigenen Wohnung gewesen.
Julio war so nett, mich sogar zum Bahnhof zu fahren, was wie sich herausstellte allerdings nicht nötig gewesen war, denn den Zug hätte ich auch erwischt, wenn ich rückwärts gelaufen wäre. Er kam nämlich eine gute Stunde zu spät, fuhr also nicht kurz nach neun ab sondern erst um zehn (wo ich ansonsten eigentlich schon in Frankfurt am Flughafen gewesen wäre).
Und die seltsame Überschrift erklärt sich aus dem Umstand, daß nicht nur ich später heimkam als gedacht, sondern auch Henni Nachtsheim, der mit demselben Zug fuhr und eben genauso ne Stunde auf dem Gleis herumgammeln musste. Und nein, ich hab ihn nicht angequatscht. Auf der Buchmesse Sönke Wortmann zu nem Foto überreden ist ok, da ist man ja mehr oder weniger beruflich, aber in Köln abends mit dem Wunsch, nach Hause zu kommen auf dem Bahnhof sitzt jeder ganz privat herum. Da nicke ich nur kurz mal ein stummes 'Hallo' in die Richtung, freue mich übers kurze Zurückwinken über den Handyrand und gut.

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Sonntag, September 30, 2007

Endlich Hamburg
Hamburg, HafenEs ist offensichtlich, daß ich dieses Jahr mit Hamburg etwas im Clinch liege, da ich zum ersten tatsächlich drei Anläufe brauchte, um diese Stadt endlich mal zu erreichen und zum zweiten natürlich ausgerechnet das seit vielen vielen Wochen einzige Wochenende erwische, an dem das Wetter sich lediglich im Delta der Zustände Regen, Wind und Kälte abspielt.
Allerdings macht das nicht viel aus (außer mal einer ganz kurzen schlechten Laune während Alex und ich eine viertel Stunde im Regen rumlaufen mussten), denn ich habe eigentlich gar keine Zeit gehabt, mich mit Dingen wie Wetter und so zu beschäftigen. Ich hatte eher das Luxusproblem, zu wenig Zeit zu haben für all die Leute, die es zu treffen galt und die Dinge, die ich tun oder sehen wollte. Am Freitag kam ich ja direkt aus Zürich mit einem AirBerlin-Flieger, für den es in Sachen "Wie erreiche ich vor der Landung einen Druckausgleich, bei dem den Passagieren mal besser nicht die Ohren platzen" einen gewissen Nachholbedarf gab. Nach den letzten heftigen Wochen und dem gut überstandenen Termin kam zum Einstieg ins Wochenende genau richtig, daß Isa und Axel heimlich Pia, Malte und Familie Merlix (3 Wochen alte Babys sind echt mal süß!) zu selbstgemachter Pizza eingeladen hatten.
Samstag dann gabs unter Herrn Djundees Führung erstmal ein wenig Sightseeing in ein paar Ecken, die ich letztes Jahr noch nicht gesehen habe. Lecker Fischbrötchen inklusive. Später versackte man gemütlich bei Cocktails (Endlich, möchte ich mal sagen. Jedes mal, wenn ich nach Hamburg kam und gefragt wurde, was ich denn abends gern machen würde schlug ich ja Cocktails trinken vor) in einer arg nach achtzigern aussehenden Bar. Mit jedoch tatsächlich sehr guten Cocktails (zumindest den beiden, die ich getrunken hatte - Frau Schwadroneuse hatte da einen, der optisch und geschmacklich absolut dem Ambiente entsprach).
Heute nun gehts gleich noch rüber zum Kaffeesatzlesen, was ich auch zum ersten Mal sehen/hören werde und worüber ich dann wahrscheinlich morgen was schreiben kann. Von da aus hocke ich mich nämlich direkt in den ICE nach Köln um viertel vor Acht und hoffe, spätestens um eins im Bett zu liegen.
(Ich muss noch einige Links nachpflegen, leider komme ich aber mit Isas Apple nur so halbwegs zurecht und strg-N für ein zweites Browserfenster geht schonmal nicht...)

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Mittwoch, September 26, 2007

Offiziell befreundet
Der Kater brachte mir grade voller Stolz miauend eine Maus - sogar noch warm - vorbei. Damit dürften wir also offiziell Freunde sein.

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Dienstag, September 25, 2007

Astronautenleben
Manchmal denke ich, so müssen sich Astronauten fühlen. Die Zeit am Wochenende zu Hause und die unter der Woche in Köln fühlt sich jeweils so völlig unterschiedlich an, als lebte ich auf zwei verschiedenen Planeten. Ich konzentriere mich unter der Woche vor allem auf die Arbeit und im Gegensatz zu letztem Jahr kann ich zwischen Freitag abend und Montag früh auch komplett umschalten - ein Luxus, wie ich inzwischen weiß.
Das ist also im Prinzip schon alles gut so, ich bin ganz zufrieden mit dem, wie sich dieses schwierige Jahr entwickelt hat. Allerdings ist das immer noch so viel Provisorium und die laufenden Kosten lassen kaum Luft für notwendige Veränderungen, die ich aber bräuchte, um das Provisorium aufzulösen.
Zusätzlich ärgert mich meine Eigenart, daß mich die Lösung von Problemen (und da waren dieses Jahr wirklich schon einige echt harte Nüsse dabei) nicht positiv nutzen kann sondern sie mich mehr und mehr verunsichern. Keine Ahnung, woran das liegt, eigentlich war ich doch immer Optimist. Aber irgendwie ist mir das ein wenig abhanden gekommen ohne daß ich das bemerkt habe.

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Samstag, September 22, 2007

Wieder älter
Sicherlich haben einige mitbekommen, daß ich die letzten Wochen vor meinem Geburtstag immer mieser drauf war. Glücklicherweise ging die letzten zwei Wochen beruflicherseits ordentlich Zeit drauf, womit ich mich gut ablenken konnte.
Jetzt ist alles wieder gut, der Geburtstag war dann da, der Abend war toll und endete mit einem sehr leckeren Essen - ein Tip: solange noch Ramadan ist, lohnt es sich besonders, abends beim Türken Essen zu gehen - in Form eines Vorspeisenteller vom Haus und einer sehr leckeren (und riesigen) Hammelpfanne. Hätte ich mir gemerkt wo das war, hätte ichs noch am selben abend ins Qype gepostet.
Gestern dann bin ich früher los, weil Lewin anrief, daß es eine Überraschung gäbe. Daß sich meine Laune wieder eingerenkt hat, konnte ich dann bei der Heimfahrt erleben. Den ICE um drei nach drei hab ich knapp verpasst, der um halb Vier hatte dann Verspätung. Soweit nicht schlimm, auch wenn mir das eine gute Stunde stahl und ich mich fragte, warum ich früher Feierabend gemacht habe. Übel wurde es aber dann, als am Gleis gegenüber durchgesagt wurde, daß der dort erwartete ICE ausfiel, denn natürlich bedeutete das, daß die Leute nun alle ebenfalls den ICE nach Frankfurt nahmen. Mir machte das alles nicht so viel aus, ich belegte einen der bahn.comfort-Reservierten Plätze und breitete meinen Kram aus (was dafür sorgt, daß jemand, der tatsächlich Anspruch auf so einen Platz hat, lieber jemanden verjagt, der schneller in der Lage ist, den Platz zu räumen).
Daß der Zug doppelt so voll ist wie sonst war dann ziemlich spürbar. Die Leute waren sehr nervös und gerieten zum Teil spätestens an der Stelle in leichte Panik, als dann auch noch durchgesagt wurde, daß wir Flughafen Fernbahnhof wegen Feueralarm dort übrigens nicht anfahren werden und man dadurch auch leider keine Verbindungen für die Reisenden Richtung Stuttgart mehr parat habe.
Ich überließ den Zug leichten Herzens seinem weiteren Schicksal, ich hatte gemütlich gesessen, der Bus vom Flughafen fuhr pünktlich und die Rückgabe meiner nicht kontrollierte Fahrkarte wird mir die Reisekosten nochmals halbieren.
Die angekündigte Überraschung war dann ein leckeres Fondue mit Astrid und den Jungs mit einem ganz hervorragenden afrikanischen Wein und die neue Mundstuhl-CD die just gestern frisch rausgekommen ist. Und da das Wetter auch der Meinung ist, daß meine Laune sich nun wirklich gefälligst zu bessern hat, gibt es auch nichts mehr zu murren. Nächstes Jahr ist dann eh die Vierzig voll und das ist gut, die stört mich nämlich viel weniger, als die Jahre davor immer "auf die Vierzig" zuzugehen.

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Sonntag, September 16, 2007

Irgendwas ist ja schon mit dem Alter
Ich habe immer gedacht, daß man mit der Zeit sicherer wird. Vor allem wenns um Geld geht. Ich habe aber den Eindruck, immer ängstlicher zu werden. Die letzte Zahlung ans Finanzamt liegt mir schwer im Magen, etwas, was mir wie ich meine früher nie passiert wäre. Das seit Anfang des Jahres regelmäßige monatliche Rutschen in den Dispo beunruhigt mich heute. Früher war mir das so egal, daß ich problemlos ruhig schlafen konnte, selbst wenn ich über Monate gar nicht erst aus dem Minus herauskam.
Woran liegt das? Ich zahle inzwischen in irgendwelche Renten- und sonstige Versicherungen, an die ich vor zehn Jahren nicht einmal dachte, die Familie ist versorgt, wenns doch mal knirscht habe ich genügend Rückhalt bei meinen Eltern und doch kribbeln mir die Finger und klumpt der Magen, wenn ich nur dran denke, daß es auch diesen Monatswechsel wieder ganz eng werden wird.
Ich habe meinen Dispo extra auf einen relativ niedrigen Stand setzen lassen, da ich tatsächlich glaube, daß es nicht mehr so einfach ist wie in D-Mark Zeiten, aus Schulden rauszukommen. Das ist eine konkrete Erfahrung die wir gemacht haben. Wir habens aber geschafft, das abzuarbeiten und ich dachte immer, solche Erfahrungen machen sicherer. Daß sie das Gegenteil tun scheint aber viel mehr der Fall zu sein und das überrascht und verunsichert mich nur noch mehr.
Oder die eher nervigen Eigenschaften, die meinem Sternzeichen zugeschrieben werden, gewinnen doch langsam die Oberhand, wenn ich zu lange mit mir alleine bin.

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Samstag, September 15, 2007

Brech
Es geht auf den Geburtstag zu. Wie üblich gerät meine Laune wie von selbst auf den Jahrestiefststand.

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Freitag, September 14, 2007

Wochenabschluß
Netzteil der externen Festplatte macht keinen Mucks mehr. Reicht dann auch.

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Dienstag, September 11, 2007

Herumdelir
Gestern abend wurde es tatsächlich mal ein bisschen später, bis ich heim kam. Eigentlich war ich auch schon auf gemütlich noch etwas Fernsehen und ins Bett gehen eingestellt, mein Nacken machte mir etwas zu schaffen, weil ich wohl nicht bemerkt hatte, daß es im Büro inzwischen echt kalt zieht, wenn das Fenster offen ist.
Dann aber überredeten mich die beiden Mitbewohner, doch nochmal loszuziehen, um eine Kleinigkeit zu essen. Dunkel, kalt, fremde Gegend, das sind Dinge, die im Zusammenhang mit leichtem Fieber durchaus seltsam befremdliche Wirkungen haben. Wenn dann das Kroatische Restaurant riesig groß, aber komplett leer ist, die nette Bedienung in jugoslawischem Akzent erklärt, sie habe noch nie Djuwetsch-Reis gegessen, der Koch vor lauter Freude über Gäste doppelte Portionen macht, man meint, die richtige akustische Untermalung für ein (ansonsten wirklich recht ambitioniert heimelig gemachtes) Restaurant sei ein dauerplappernder Radiosender im Neun Live Stil (wußte gar nicht, daß es das gibt) dann bekommt das schon so einen klein wenig surrealen Touch.
Das zu so später Stunde unerwartet viele Essen tat sein übriges, um mich in so eine Art prägrippales Wachkoma zu versetzen, das durch eine nächtliche Massage mit einer fernöstlichen Salbe (Tigerbalsam ohne europäisch angezogene Handbremse in der Wärmewirkung) gerade noch abgefangen werden konnte, so daß ich heute zumindest bis nach dem Mittagessen fit war und auch der steife Nacken nicht noch fieser wurde. Inzwischen macht sich das dumpfe Schnupfenmonster aber wieder bemerkbar, das ich daher heute abend durch ein superheißes Bad und früh ins Bett gehen bekämpfen werde. Auf krank werden hab ich nämlich grade echt gar keine Lust.

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Freitag, September 07, 2007

Der Kleine wird langsam groß
Favorite placeLewin wird heute neun Jahre alt, weshalb ich heute ein paar Überstunden abbauen werde und früher nach Hause fahre als sonst, um das auch gebührend zu feiern.
Es ist schon unglaublich, wie schnell das plötzlich geht, seitdem er in der Schule ist. Und wie unterschiedlich die Kinder sind: So viel Joshua mit seinem riesen Wortschatz erzählen kann seit er zwei Jahre ist, so schweigsam und sparsam sind Lewins Äußerungen. Wo der große sehr lange braucht (Radfahren lernen, überhaupt körperliche Sachen wie Handwerk oder Sport) macht Lewin nicht groß rum und zieht das durch. Wo der Große sich für Leute oder Ideen Begeistern kann oder sein feines Unrechtsempfinden mit lautstarker offener Empörung reagiert, ist Lewin pragmatisch und sparsam mit Gefühlsausbrüchen. Wo Josh (trotz pubetätsbedingter Schnodderigkeit) ein ganz liebenswürdiger Charmeur ist, erinnert Lewins spröde Verschlossenheit auch schon mal an den sturen Delorian von Doc Brown, der einfach nicht anspringt.
Faul sein können sie bei Bedarf allerdings beide gleich super.

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Donnerstag, September 06, 2007

Und die Verwirrung
wird all jene verwirren, die nicht wissen und niemand wird wirklich genau wissen, wo diese kleinen Dinge zu finden sind, die verknuepft sind mit einer Art von Handarbeitszeug, das durch die Verknuepfung verknuepft ist...
So unkonzentriert und schwer von Begriff wie diese Woche war ich schon lange nicht mehr. Aber zum Glück bin ich nicht der einzige, der mit kognitiven Dissonanzen zu kämpfen hat und so schieb ichs aufs Wetter und Frust über neue schlechte Nachrichten bezüglich unerledigter und teurer Altlasten just in dem Moment als ich dachte, aus dem Gröbsten raus zu sein.

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Dienstag, September 04, 2007

Ein ruhiger Abend
wird das heute mal besser. Gestern war ich etwas unvorbereitet echt lange unterwegs, aber nicht nur abends, denn ich fahre montag morgens ja auch noch von Frankfurt nach Köln. Langsam merke ich das an Hand des etwas schwummrigen Gefühls in den Knien und der Schusseligkeiten, die man macht, wenn man etwas übernächtigt ist.
Daher gehts heute pünktlich heim, entspannt ein paar Runden drehen und ins Bett.

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Der Dichter, der Dichter
der kriegt was auf die Lichter. Gestern beim Poetry Slam im Sonic Ballroom, inoffiziell Stefans Geburtstag feiern. Ich war eigentlich müde und ließ mich mitschleppen, was am Ende natürlich wie immer bei solchen Vorraussetzungen eine gute Idee war.
Die Texte waren ähnlich wie bei guten Bloglesungen, zwei Schotten kaperten die Veranstaltung ein wenig, was der Veranstaltung allerdings sehr genutzt und erweitert hat, da die beiden erstens sehr unterhaltsam und zweitens so erfrischend wenig deutsch waren.
Averna ist noch süßer als Ramazotti, das konnte ich durch wiederholtes ausprobieren sehr genau feststellen. Kölsch dagegen schmeckt immer noch nach gar nichts. Erstaunlicherweise bin ich heute morgen pünktlich und ohne große Probleme aus dem Bett gekommen. Muss die Kollegen und Kollegin mal interviewen, wie es ihnen geht. Die hübsch angesiffte Punkkneipe hat jedenfalls gestern sofort meinen Geschmack getroffen, sie erinnerte mich ein wenig an die ehemalige Sonderbar in Heidelberg - mitsamt ihrer Eigenschaft, darin problemlos versacken zu können.

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Sonntag, September 02, 2007

Das Blöde an einem neuen Rechner
ist, daß es inzwischen echt lange dauert, bis wieder alles so eingerichtet ist, wie es sein soll. Erschwerend hinzu kommt, daß ich mich auch noch mit den Neuerungen von Vista rumplagen muss. Allerdings gleich an dieser Stelle: Mir gefällt Vista eigentlich recht gut. Das einzig wirklich Nervige ist diese bekloppte Admin-Abfrage, die so, wie ich Windows zu nutzen gewohnt bin und auch weiterhin zu nutzen vorhabe, ständig mit blöden Zwischenfragen kommt, ob ich das auch wirklich tun will. Ich nehme aber an, daß man das ausschalten kann.
Msuik ist noch nicht eingerichtet, dafür brauche ich mehr Zeit am Stück und auch etwas mehr Ahnung im System. Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch mal anmerken, daß ich tatsächlich von einem Skeptiker zu einem Freund von Steam geworden bin, da ich mich bei all den Games, die ich darüber bezogen habe, um gar nichts kümmern musste, um die wieder auf meinen Rechner zu kriegen. Das hat das Programm nämlich alles hübsch automatisch erledigt.
Technisch bin ich mit der neuen Kiste jedenfalls wieder einigermaßen up to date. Ohne jedes Overclocking - freilich hat der Rechner schon alles mitgebracht, um das zu ändern - werde ich die nächsten Monate jedenfalls keine Probleme haben, irgendwelche Apps und Games in akzeptabler Geschwindigkeit laufen zu lassen. Da macht es mir dann auch fast nichts mehr aus, daß ich mit der ganzen Installiererei das Wochenende verschwende...

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Mittwoch, August 29, 2007

10 Jahre verheiratet
und ich weiß nicht so recht, was ich schreiben kann, ohne daß das viel zu sentimental wird. Was über die Feier vielleicht? Daß ich überhaupt keine Vorstellung hatte, was Achim und Christine da Stunden lang aufgebaut hatten, bis dann das Licht auf der Tanzfläche gelöscht wurde und dort plötzlich ein Urwald aus in Schwarzlicht bunt leuchtenden Palmen, Blättern und Schmetterlingen auftauchte? Daß Axel und die Irish Folk Band wegen mir noch Stunden hätten weiterspielen können? Daß ich mich an viel zu wenig erinnere und mich das wirklich ärgert? Daß unser Hochzeitstag exakt das Datum des Judgement Days aus Terminator ist? Daß wir von Lady Dis Tod auf dem Weg nach Hause gehört haben, und uns das aber erstmal allerherzlich egal war?
Wir hatten uns so 1987/88 herum besser kennengelernt, was im Endeffekt bedeutet, daß die 10 Jahre nur die Hälfte der Zeit sind, die wir uns kennen. Die Heirat selbst hat für mich ehrlich gesagt daher auch nicht wirklich viel verändert. Seltsamerweise bedeutet es mir jetzt viel mehr. Wir sind damals eine Verbindung eingegangen, die für mich heute sichtbarer ist als damals, weil sie eine Grundlage ist für vieles, was mir heute wichtig ist. Die ist zehn Jahre lang aus Freundschaft, Liebe und Partnerschaft entstanden und was sich in all den Veränderungen und Turbulenzen der dann wieder folgenden Zehn Jahre nie mehr wirklich geändert hat und es auch in Zukunft nicht tun wird, ist unsere Freundschaft.
Das ist ein guter Grund, jedes Jahr zu bemerken, daß wir noch verheiratet sind und jedes Jahr zu bemerken, daß das eigentlich eine gute Sache ist und kein Anlass besteht, das zu ändern.
Das alles hätte ich auch in irrsinnig sentimental aufschreiben können und es hätte genauso gestimmt. Das Glas Wein gieße ich mir aber jetzt offline ein und trinke auf das Wohl der Familie. Prost, ihr Lieben.

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Donnerstag, August 23, 2007

Smooth
Heute begann der Tag wieder so, wie es sein sollte. Sogar noch besser. Ich hab in Düsseldorf die frühere S-Bahn bekommen, der Kartenautomat am Bahnhof (der an der S-Bahnstation ist ja kapott) machte diesmal keine Zicken und der frühere Zug von Düsseldorf nach Köln war so verspätet, daß er nur Minuten vor dem ankam, mit dem ich fahre. Was dafür gesorgt hat, daß sich noch massenweise Leute in die verspätete Bahn quetschten und die andere, die natürlich hübsch pünktlich gleich nach deren Abfaht ankam, angenehm leer war.
In Köln am S-Bahngleis schien sogar ein wenig die Sonne zum Morgenkaffee und die Bahn nach Frechen kam dann sogar zwei Minuten zu früh.
Dafür, daß das heute das letzte Mal war, daß ich diese Strecke regelmäßig fahre, hat sie sich nochmal von der besten Seite gezeigt.

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Mittwoch, August 22, 2007

Stöcke zwischen den Beinen
Heute morgen gehts grad weiter. Ich bin eigentlich gut rausgekommen, das Pisswetter macht mir nichts aus. Ich hätte sogar in die frühere S-Bahn steigen können, ließ sie aber abfahren, ich hatte ja Zeit und musste auch noch ne Fahrkarte kaufen.
Fahrkartenautomat kaputt. Mist, das heißt, am Bahnhof schnell die Karte lösen, um den Zug nach Köln noch zu bekommen. Nervt zwar, geht aber, sind ja zehn Minuten Zeit.
Dann die Durchsage, daß sich die Bahn um sechs Minuten verspätet. Okay, vier Minuten sind arg eng.
Die Bahn kommt acht Minuten zu spät und bummelt zum Bahnhof, so daß sie neun Minuten verspätung hat. Ich rase zum ersten Ticketautomat, tippe meine Verbindung runter und stelle fest, daß sich das Ding standhaft weigert, egal welche Kreditkarte zu akzeptieren. Nächster Automat: Dasselbe. Dritter Automat geht anstandslos. Natürlich ist der Zug nun seit fünf Minuten weg, die nächste Verbindung ohne ICE kommt um halb zehn in Köln an.
Ich bin dann halt ICE gefahren, kam pünktlich kurz nach halb neun in Köln an und musste zum Glück auch keinen Zuschlag nachlösen, weil ich nicht kontrolliert wurde. So ist am Ende alles wieder in der richtigen Bahn, aber die Laune ist trotzdem am Arsch, wenn man das Gefühl hat, schon übermäßige Energie zu verbrauchen, nur um die Standards einzuhalten.
Dieser ganze Dreck bremst mich grade echt so aus.

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Dienstag, August 21, 2007

Es gab nicht viel
was an der Lohnsteuerkartenänderung, die sich nun eineinhalb Monaten hingezogen hat, noch hätte schiefgehen können. Aber das heißt ja nicht, daß es nicht doch möglich ist. Und es ist schiefgegangen. Ungültig ab Mai, gültig ab...September?!? Dazwischen das Niemandsland der beamtischen Kompetenz, die Einöde der wuchernden Stempel, die Wildnis der undurchdringlichen Bürokratie. Und mein schrecklich leeres Konto.

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