Montag, Januar 28, 2008
Adrieeeeen
Gestern abend ging die Fahrt nach Köln ein wenig daneben. Hab mir eine hübsche Schramme an der Augenbraue geholt, weil ich die Autotür ignoriert habe, die mir ihre Ecke entgegenhielt als ich mich bückte. Sternchen sehen, sickerndes Blut abdrücken um dann wegen dieses Mißgeschicks auch noch den Zug um Sekunden zu verpassen: Die Türen gingen zu, als ich die Rolltreppe zum Bahnsteig hinunterrannte.
Der nächste Zug fuhr dann 40 Minuten später. Die Fahrt inklusive zweimal U-Bahn ging dann aber ohne weitere Verzögerungen und Wartezeiten. Die Verspätung war dennoch ärgerlich, ich kam dadurch erst gegen 24h an und die schöne Stimmung zum nochmal nett telefonieren war verflogen. von Jens Scholz direct link 0 Kommentare
Donnerstag, Januar 24, 2008
Hoppla
Was nicht alles so an einem vorbeifährt, wenn man mit der S-Bahn durch Köln fährt. Das Foto in groß hier und nochmal von ganz nah dort.
von Jens Scholz direct link 2 Kommentare
Montag, Januar 21, 2008
DLD olé
Kulturschock. Nach zwei sehr gemütlichen Tagen gammelnd auf dem Sofa stehe ich in einem überfüllten, zu heißen Atrium, in dem es seltsame Sachen zu essen gibt und alle gleich aussehen. Ich nehme an, ich laufe ständig an Leuten vorbei, die sich wundern, warum ich sie ignoriere, aber ich fühle mich wie ein Chinese in Deutschland: Schwarze Sackos und gleichförmiger Lärm macht alles zu Gesichtersoße.
Habe grade René Obermanns Rede gehört. Über die Zukunft des mobilen Internets und so. Und er erwähnte, daß er erwarte, daß in kurzer Zeit auf der ganzen Welt mobil geinternettet wird, speziell in Ruanda.
Die Fischhäppchen sind übrigens sehr lecker. Vielleicht ist das auch der Grund für die Notwendigkeit von Pfefferminzbonbons, die gibts hier an jeder Ecke. Nutzen aber wohl nicht unbedingt viel... von Jens Scholz direct link 2 Kommentare
Montag, Dezember 24, 2007
Schönes Dingensfest
ihr wisst schon. Wir sind dann mal weg.Labels: unterwegs
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Freitag, November 30, 2007
Nach einer solchen Woche
würde ich mich gerne hierhin beamen lassen. Nur für eine Stunde...Labels: unterwegs
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Freitag, November 16, 2007
Warum ich nicht plane
Weils ohne Plan besser geht, man muss sich nur drauf einlassen. Wegen des Bahnstreiks und der hohen Wahrscheinlichkeit, deswegen heute abend auf gar keinen Fall zu irgendeinem akzeptablen Zeitpunkt nach Frankfurt zu kommen, habe ich gestern kurzerhand entschieden, einen Tag früher zu fahren und zu Hause zu arbeiten (was ich auch tue, nur jetzt mach ich grade mal Mittagspause, liebe mitlesenden Kollegen).
Was wäre also die korrekte Vorgehensweise? Stundenlang nach funktionierenden Verbindungen recherchieren und dann trotzdem nicht wegkommen wahrscheinlich.
Hab ich nciht gemacht. Ich bin kurz nach sechs Uhr losmarschiert, bin die einzige pünktlich fahrende S-Bahn nach Köln gestiegen, dort direkt in die U-Bahn die grade kam, habe meinen Koffer gepackt, hab noch ein wenig geplauscht und bin zwanzig vor Acht mit der U-Bahn zum Bahnhof zurück. Dort herrschte ein riesiges Chaos um irgendwelche Infostände und die Durchsagen verstand man auch nicht, weil alle gleichzeitig irgendwelche Ausfälle und Verspätungen meldeten.
Ich bin daher einfach direkt zum Gleis, von dem aus immer die ICEs abfahren und zwei Minuten später fuhr der Zug ein (hatte etwa 30 Minuten Verspätung, weil der eigentlich schon um 19:35h fährt). Da stieg ich ein, fand sofort einen Platz in Fahrtichtung, der Zug fuhr los und ich kam eineinviertel Stunden später in Frankfurt Flughafen an, wo der Bus nach Neu-Isenburg in dem Moment eintraf, als ich an der Haltestelle ankam.
Das alles ging so schön easy, daß ich nicht ein Mal überhaupt die Zeit hatte, mir irgendeinen Plan anzusehen oder überlegen zu müssen, was als nächstes kommt. Und kontrolliert wurde auch nicht, d.h. die Fahrkarte kostet mich auch nur die "Bearbeitungsgebühr".Labels: bahn, privat, unterwegs
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Dienstag, Oktober 09, 2007
Immer mehr Vergangenheit und immer weniger Zukunft
Schulfest war letzten Samstag übrigens. Ehemaligentreffen, um genau zu sein. Wir vom Jahrgang 1989 waren inzwischen mit die Ältesten und die Menge der unbekannten Gesichter bewirkte ein Gefühl von gehörigem Abstand und Fremdheit. Das war vor drei Jahren noch völlig anders, insoweit kann das nur bedeuten, daß sich zwischenzeitlich irgendeines dieser unsichtbaren Verhältnisse umgekehrt hat, die man erst erkennt, wenn sich was ändert.
So gesehen war die lange Fahrt nicht sonderlich lohnend. Klar, mit Mario abhängen ist immer ok und auch das ein oder andere Gespräch bei einem gepflegten Tequila Sunrise mit ehemaligen Lehrern war prima und anregend. Dennoch, aus meinem Jahrgang waren nur eine Hand voll Leute da, mit denen ich schon zu Schulzeiten nicht viel zu tun hatte und für Smalltalk war der Aufwand, dort hinzukommen, eindeutig zu groß.
Außerdem, wie angedeutet, fühle ich mich inzwischen doch sehr fremd dort. Bei der Begegnung mit einem (noch älteren) Mitschüler, der damals (ich war in der neunten Klasse) das Video/Fernsehprojekt betreute war ich irritiert, daß ich völlig vergessen hatte, daß es das gab, obwohl ich da sogar eine Zeit lang aktiv mitgemacht hatte. Ich überrasche normalerweise mit Detailwissen aus frühester Kindheit, aber das war mir tatsächlich völlig entfallen und die wenigen Erinnerungsfetzen die ich noch habe ergeben auch jetzt kein einziges ordentliches Bild, wie es damals war und was wir gemacht haben. Wahrscheinlich geht das direkt einher mit dem Umstand, daß ich bis vor vielleicht fünf Jahren noch regelmäßig davon träumte, nochmal die Abiklasse zu wiederholen, ich diesen Traum aber inzwischen gar nicht mehr im Repertoire habe - vielleicht ja auch, weil das Lösen von Schulproblemen inzwischen eher bei Joshua und Lewin Thema ist.
Andererseits natürlich spüre ich gerade in diesem Jahr, wie sich meine Erfahrung im Job bemerkbar macht. Offenbar ist auch da ein Verhältnis umgekehrt worden. Was sicher wiederum einen Ausgleich auf einer weiteren Ebene ergibt. Ich arbeite inzwischen offenbar weniger mit der Fähigkeit, viel schnell lernen zu müssen sondern auf vorhandenes Wissen und Erfahrung zurückzugreifen und praktisch umsetzen zu können. Fühlt sich sehr angenehm an, ich hab mich lange nicht so sicher gefühlt wie in diesen Tagen. von Jens Scholz direct link 2 Kommentare
Sonntag, September 30, 2007
Endlich Hamburg
Es ist offensichtlich, daß ich dieses Jahr mit Hamburg etwas im Clinch liege, da ich zum ersten tatsächlich drei Anläufe brauchte, um diese Stadt endlich mal zu erreichen und zum zweiten natürlich ausgerechnet das seit vielen vielen Wochen einzige Wochenende erwische, an dem das Wetter sich lediglich im Delta der Zustände Regen, Wind und Kälte abspielt.
Allerdings macht das nicht viel aus (außer mal einer ganz kurzen schlechten Laune während Alex und ich eine viertel Stunde im Regen rumlaufen mussten), denn ich habe eigentlich gar keine Zeit gehabt, mich mit Dingen wie Wetter und so zu beschäftigen. Ich hatte eher das Luxusproblem, zu wenig Zeit zu haben für all die Leute, die es zu treffen galt und die Dinge, die ich tun oder sehen wollte. Am Freitag kam ich ja direkt aus Zürich mit einem AirBerlin-Flieger, für den es in Sachen "Wie erreiche ich vor der Landung einen Druckausgleich, bei dem den Passagieren mal besser nicht die Ohren platzen" einen gewissen Nachholbedarf gab. Nach den letzten heftigen Wochen und dem gut überstandenen Termin kam zum Einstieg ins Wochenende genau richtig, daß Isa und Axel heimlich Pia, Malte und Familie Merlix (3 Wochen alte Babys sind echt mal süß!) zu selbstgemachter Pizza eingeladen hatten.
Samstag dann gabs unter Herrn Djundees Führung erstmal ein wenig Sightseeing in ein paar Ecken, die ich letztes Jahr noch nicht gesehen habe. Lecker Fischbrötchen inklusive. Später versackte man gemütlich bei Cocktails (Endlich, möchte ich mal sagen. Jedes mal, wenn ich nach Hamburg kam und gefragt wurde, was ich denn abends gern machen würde schlug ich ja Cocktails trinken vor) in einer arg nach achtzigern aussehenden Bar. Mit jedoch tatsächlich sehr guten Cocktails (zumindest den beiden, die ich getrunken hatte - Frau Schwadroneuse hatte da einen, der optisch und geschmacklich absolut dem Ambiente entsprach).
Heute nun gehts gleich noch rüber zum Kaffeesatzlesen, was ich auch zum ersten Mal sehen/hören werde und worüber ich dann wahrscheinlich morgen was schreiben kann. Von da aus hocke ich mich nämlich direkt in den ICE nach Köln um viertel vor Acht und hoffe, spätestens um eins im Bett zu liegen.
(Ich muss noch einige Links nachpflegen, leider komme ich aber mit Isas Apple nur so halbwegs zurecht und strg-N für ein zweites Browserfenster geht schonmal nicht...) von Jens Scholz direct link 2 Kommentare
Dienstag, September 04, 2007
Der Dichter, der Dichter
der kriegt was auf die Lichter. Gestern beim Poetry Slam im Sonic Ballroom, inoffiziell Stefans Geburtstag feiern. Ich war eigentlich müde und ließ mich mitschleppen, was am Ende natürlich wie immer bei solchen Vorraussetzungen eine gute Idee war.
Die Texte waren ähnlich wie bei guten Bloglesungen, zwei Schotten kaperten die Veranstaltung ein wenig, was der Veranstaltung allerdings sehr genutzt und erweitert hat, da die beiden erstens sehr unterhaltsam und zweitens so erfrischend wenig deutsch waren.
Averna ist noch süßer als Ramazotti, das konnte ich durch wiederholtes ausprobieren sehr genau feststellen. Kölsch dagegen schmeckt immer noch nach gar nichts. Erstaunlicherweise bin ich heute morgen pünktlich und ohne große Probleme aus dem Bett gekommen. Muss die Kollegen und Kollegin mal interviewen, wie es ihnen geht. Die hübsch angesiffte Punkkneipe hat jedenfalls gestern sofort meinen Geschmack getroffen, sie erinnerte mich ein wenig an die ehemalige Sonderbar in Heidelberg - mitsamt ihrer Eigenschaft, darin problemlos versacken zu können. von Jens Scholz direct link 3 Kommentare
Freitag, August 31, 2007
In der Schweiz, in der Schweiz, in der Schweiz
liegt meine Zukunft schon mal nicht, denn ich hatte elendige Kopfschmerzen in Zürich, wohl wegen des Wetters (dieses trübe Dampfklima, wenn ziemlich niedrige Wolken wie so ein Smogdeckel an den Bergen hängenbleiben - kenn ich noch gut aus Heidelberg). Es hat auch ziemlich gepisst, was ich allerdings nicht schlimm finde, wenn ich unterwegs bin.
Da die Reise geschäftlich war hatten wir leider nicht wirklich Zeit, uns in Zürich in Ruhe umzuschauen, das wenige was ich gesehen habe (nachdem wir den wirklich ausnehmend häßlichen Fughafen mal hinter uns hatten) war aber sehr hübsch. Nach dem Frühstück bei angenehmer Jazzuntermalung war ich dann auch wach.
Was man in Zürich auch kann: Hervorragend für Unsummen Geld Mittag essen. Die Penne Arrabiata waren allerdings auch die besten, die ich je hatte. Abends um acht war ich wieder in Köln und fiel mehr oder weniger ins Bett. Heute Morgen dann - wie immer, wenn ich mal einen Tag im Anzug rumrennen muss, hatte ich den unbändigen Drang, mich so verschlampt wie möglich anzuziehen.Labels: unterwegs
von Jens Scholz direct link 4 Kommentare
Dienstag, August 14, 2007
Letzter Urlaubstag
Passend dazu ist für morgen schlechtes Wetter gemeldet. Heute werd ichs mir daher einfach nochmal gemütlich machen. Vielleicht nachmittags noch ins Kino. Astrid und Lewin sind wieder auf dem Weg nach Frankfurt, den Geldbeutel minus den darin gewesenen fünfzehn Euro haben wir gestern von einer sehr netten Finderin wiederbekommen, so daß Astrid zum Glück wirklich nur noch mit der gesperrten EC-Karte Arbeit hat.
Gestern hatten wir uns Köln angeschaut und einsimmig festgestellt, daß Düsseldorf im direkten Flairvergleich die Nase doch weit vorn hat. Ausschlaggebend war vor allem, daß in Köln wirklich überall Autos fahren. Man könnte eigentlich viel mehr schön gemütliche Gassen haben, wenn sich nicht noch durch den engsten Winkel Auto an Auto schlängeln würde.
Außerdem scheint Köln es für wichtig zu empfinden, Autofahrer so lange wie möglich in der Stadt zu halten. Man steht ohne Übertreibung an jeder einzelnen Ampel, ich habe noch nie so eine bekloppte Verkehrsführung gesehen und ich habe in Pforzheim gewohnt. von Jens Scholz direct link 1 Kommentare
Freitag, August 10, 2007
Zappelbilder
so, Lewin und ich haben das Videomaterial mal ordentlich zusammengeschnitten:
Link: sevenload.comLabels: unterwegs, videoblog, vlog
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Wieder zu Hause
Ich weiß ja nicht, was ihr für Wetter hattet, aber wir saßen gestern morgen noch bei knalligem Sonnenschein am Spreeufer. Wie wir überhaupt großartiges Wetter hatten. Das bisschen Gewitter vorgestern abend fiel da kaum ins Gewicht (und war auch bei weitem nicht so dramatisch, wie es im Fernsehen aussah).
Hier in Frankfurt scheint es ja dagegen ziemlich eklig gewesen zu sein. Auch heute ist es eher kühl, was aber gar nichts macht, denn das gibt uns die Gelegenheit, die Fotos hochzuladen und mal zu schauen, was man aus den Filmaufnahmen machen kann. von Jens Scholz direct link 3 Kommentare
Mittwoch, August 08, 2007
Man muss sich nur einen Plan machen
dann klappts auch. Der Plan gestern war, daß es heute keine Schlange am Fernsehturm geben würde, wenn wir da reinwollen und genau so war es auch. Lewin war glücklich, wir hatten ein schönes, ausgiebiges Frühstück im Retro-DDR-Ambiente des sich drehenden Restaurants und die Aussicht war tatsächlich phänomenal.
Der zweite Plan für diesen Tag war, auf einem See Ruderboot zu fahren. Auch diese Umsetzung erfolgte ohne Probleme. Ich habe mich gemütlich über den neuen See (glaube, der hieß so) paddeln lassen.
Die Infos über die ganze Streikerei bei der Bahn wechseln ständig hin und her. Morgen dürfte es bis auf den S-Bahnausfall am Morgen in Berlin und Hamburg keine wirklichen Probleme geben. Leider war der ursprüngliche Plan allerdings, morgen von Berlin nach Hamburg zu fahren. Ein netter Herr am Bahnhof gab mir allerdings den Tip, dies könnte eventuell ohnehin keine allzu gute Idee sein, da man zwar vielleicht auf Grund der aktuellen Streik-Verbote morgen ganz gut fahren könne, allerdings sobald das Verbot am Freitag aufgehoben würde (was wahrscheinlich sei) würde man sich erst Recht auf Stress einzustellen haben, da sich der Ärger über das Verhalten der Bahn sicher irgendwie auswirken würde. Und in Hamburg nicht mehr wegkommen ist keine Option, schon weil Lewin heute erste Fragen stellte, wann wir denn wieder zu Hause seien.
Somit ist der Plan für morgen der, nach Frankfurt zu fahren. Irgendwann mittags. Das dürfte - entsprechend den heutigen Erfahrungen mit Plänen - kein Problem sein. von Jens Scholz direct link 0 Kommentare
Dienstag, August 07, 2007
Laufpensum
Lewin und ich haben uns heute ein ziemlich großes Stück Berlin angesehen. Vom Alex und dem Fernsehturm - nach einem längeren sehr genussvollen Treffen mit dem Herrn Zeichner bei Eiskaffee und Milchshake - gings zu Fuß bis zum Potsdamer Platz (okay, nicht ganz, ein Stückchen haben wir per U-Bahn geschummelt). Zugegebenermaßen war das bei der Hitze am Ende wirklich einen Tick zu anstrengend gewesen, weshalb wir zur Erholung ins kühle Kino flohen und uns die Simpsons ansahen (die sich tatsächlich lohnen. Schon allein dafür, um von Homer gleich zu Anfang ausgelacht zu werden, weil man Geld für etwas ausgibt, was man doch im Fernsehen für umsonst bekommt).
Jetzt ist Lewin höchst ko im Bett und Roland und ich ziehen gleich nochmal los um uns mit einigen Bloggern zu treffen. von Jens Scholz direct link 0 Kommentare
Sonntag, August 05, 2007
Morgen in Berlin
für ein paar Tage mit Lewin bei Roland zu Besuch. Vorschläge für Tagesaktivitäten sind herzlich willkommen. von Jens Scholz direct link 1 Kommentare
Donnerstag, Mai 24, 2007
Entspannungserscheinungen
Der Stress, den ich die ersten Tage mit mir selbst hatte, weil die Strecke lang ist und ich zwei mal umsteigen muss, um von Düsseldorf nach Frechen zu kommen, fällt langsam ab.
Heute kam ich sogar früher als gewollt an, weil nicht nur der Zug, mit dem ich normalerweise fahre, 20 Minuten Verspätung hatte, sondern auch ein anderer Zug, der normalerweise zehn Minuten bevor ich am Bahnhof ankomme abfährt, ebenfalls Verspätung hatte, also so nett war, auf mich zu warten. Somit konnte ich ganz in Ruhe in diesen einsteigen, abgesehen davon, daß alternativ fünf Minuten später auch noch eine passende S-Bahn gefahren wäre.
Ich mag öffentliche Verkehrsmittel. Schon immer. Ich kann mich nach nur kurzer Zeit in jeder Stadt schnell und einfach in den dort bestehenden Fluss der Züge, Busse und U-Bahnen begeben - eine dieser angeborenen Eigenschaften, die man so hat, so wie von Bedienungen grundsätzlich übersehen zu werden (letztere Eigenschaft ist allerdings weniger hilfreich fürs Leben).
Daß mich Züge, S-Bahnen, Straßenbahnen, Busse und so weiter irgendwie gern haben ist dagegen hilfreich. Ich bin mir sicher, die mögen mich, weil sie wissen, daß ich mich einfach auf sie einlasse, weil ich nie auf sie schimpfe und ihnen einfach vertraue, daß sie mich dort hin bringen werden, wo ich hin muss oder hin will.
Und deswegen halten sie mir netterweise auch im vollsten Waggon immer einen ihrer Plätze frei, wofür ich mich bei ihnen beim Aussteigen auch immer brav bedanke.Labels: unterwegs
von Jens Scholz direct link 4 Kommentare















