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Freitag, April 11, 2008

Fernsehen hacken
Das "Kommando Tito von Hardenberg" hat ein gefälschtes Interview im ARD-Magazin Polylux platziert:
Die Sprecherin des Kommandos, Ingrid Hüpenbecker, erklärt: "Wir haben die plumpe Internetrecherche von Polylux zum Anlass genommen, die Legende des Speed-Patienten "Tim" zu erfinden und zum Drehtermin ein kleines Schauspiel vorzuführen. Erschreckend, wie einfach es ist, selbst gewählte Inhalte in Massenmedien zu platzieren und so gesellschaftliche Wirklichkeit werden zu lassen."
So lustig wie die Geschichte ist, so klar muss man sich aber darüber sein, daß es jede Menge Meldungen und Reportagen, gerade in diesen Lifestyle- und Pseudojournalismus-Formaten von Explosiv, Blitz, Taff, bis zu Akte0x und Frontal21, gibt, die sich schon bei kurzem Nachdenken und Google anwerfen als Luftnummern herausstellen.
Man bemerkt sowas vor allem dann, wenns mal um ein Thema geht, mit dem man sich auskennt. Man sollte vielleicht dann besser nicht davon ausgehen, daß es sich ausgerechnet dann um eine Ausnahme handelt.
(via netzpolitik)

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Donnerstag, Januar 24, 2008

Investigativer Qualitätsjournalismus

Ach so...

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Dienstag, Januar 01, 2008

Presse, ey
Jetz kommste angeschissen, wo du als letzte merkst, daß das Thema doch ein paar Leute mehr interessiert. Wo wart ihr denn, als es noch möglich war, was zu bewegen? Ach, ich erinnere mich. Da meintet ihr grade, Blogger sollen doch mal besser die Klappe halten.

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Mittwoch, Dezember 26, 2007

Operation gelungen, Patient tot

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Freitag, Dezember 07, 2007

Huuuh! Bernd Schatz...
...jetzt hast Du's uns aber gegeben. Da, ich spendier Dir'n Link.

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Mittwoch, August 15, 2007

Wie oft stirbt man denn so im Durchschnitt?

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Dienstag, August 14, 2007

Schwarmdings
Ich erwähne ja regelmäßig meinen Optimismus bezüglich dieses "Bloggens" als Paradebeispiel für die evolutorischen Vorteile von Schwarmintelligenzen. Letztens hab ich in der jetzt oder der sz diesen zum Gähnen altbackenen Artikel gelesen, den Felix zum Anlass nimmt, ebenfalls mal diesen Aspekt des Publizierens im Netz zu betrachten. Hier nur das Fazit, mehr muss man eigentlich nicht wissen:
es ist das netz, dummkopf! das netz ist mehr als seine einzelteile. die ausschliessliche, isolierte betrachtung von einzelteilen oder -aspekten hilft nicht das ganze zu verstehen.
Auch gut dazu zu lesen: Don und Stefan. Mein Kommentar ist einer der anonymen Einträge unter dem jetzt-Artikel direkt. Dachte mir, das passt vielleicht ganz gut in dieser Form.

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Mittwoch, August 01, 2007

Thema Schäuble im Zündfunk
Was grade so geht zum Thema Abbau des Rechtsstaates und was man dagegen tut ist Thema beim Zündfunk ab 19 Uhr heute abend. Sven wurde gestern dazu über die Aktion "Ein Grundgesetz für Schäuble" interviewt (und, Jusos, ihr werdet wahrscheinlich nicht mal im Ansatz erwähnt werden).
Livestream gibt es hier, ich werd mal versuchen, es aufzunehmen.

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Mittwoch, Juli 18, 2007

13 Müllwohnungen amtlich geöffnet
Anna Kühne zitiert aus Neues Deutschland:
Kinder zwischen Müll, Schimmel und Essensresten aufwachsen zu lassen, ist ungesund. Da kann man dem Staat nur beipflichten. Aber dass die Schule ein Ort des Hasses und ein Hinterhalt ist, dass kaum Musikunterricht stattfindet, dass die Eltern sich die Schulspeisung für ihre Kinder nicht leisten können, dass Kinder nicht mit auf Klassenfahrt dürfen, weil sie das Fahrgeld nicht aufbringen, dass sie nicht wissen, was sie in den Ferien machen sollen, dass sie überall an Alkohol herankommen, dass sie an jeder Ecke und in jeder Minute, in der sie nicht schlafen, mit Sex konfrontiert werden, dass Hartz IV ihr Beruf wird und der neue Handy-Klingelton bereits ein Ereignis ist - das ist auch nicht gesund. (...)
Der Staat hat die Kinder verkommen lassen und nun bricht er Wohnungen auf und schaut nach, ob wenigstens aufgeräumt ist. Und warum es hier so riecht. (...)

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Montag, Juli 02, 2007

Sonderspiegel "Wir sind das Netz"
Nicht kaufen: Sammlung von Platitüden und altbackenen Vorurteilen.Ich hab meine Erwartungen weit runtergeschraubt. Ich habe gedacht, daß vielleicht ja doch - eventuell - ein paar wenigstens leidlich interessante Artikel drin sein könnten. Aber nein, es ist nun doch leider, leider so unvorstellbar, so abgrundtief mies, daß ich mich jetzt doch darüber ärgere, Geld dafür ausgegeben zu haben.
Die Gewissheit überkommt einen schon beim ersten Artikel, der aus so unfassbar vielen Platitüden und Gemeinplätzen besteht, daß man meinen könnte, man liest den Focus. Spätestens nachdem im selben Artikel zum dritten Mal mahnend festgestellt wurde, daß sich momentan keiner vorstellen könne, wie sich das Netz in den nächsten zehn Jahren entwickeln wird legt man das Heft zum ersten Mal entnervt weg, um einem Notaus seines brutal unterforderten Gehirns zuvorzukommen. Was soll denn das auch aussagen? Zehn Jahre Entwicklung für scheißegal was kann keiner vorhersehen!
So mühselig es ist, diese sterbenslangweilig mit noch vielen weiteren solchen Binsenweisheiten im Warnerton und mit sinnfreien Emotionalisierungen aufgeblähten Texte zu lesen, so ungeich ärgerlicher ist es dann, Artikel nach Artikel festzustellen daß das gesamte Heft zu neunzig Prozent eigentlich nur aus genau dieser altbackenen, diffusen Internetangst besteht, die es schon in den Neunzigern gab: Im Internet gehen alle völlig enthemmt im Schutze der Anonymität aufeinander los, beschimpfen und diffamieren sich den ganzen Tag über. Einen Artikel weiter wird erklärt, wie der Internetnutzer wegen seiner Offenheit jegliche Privatsphäre verliert, weil jeder Schritt überwacht und aufgezeichnet wird von Geheimdiensten und Profilsammlern (ja, ich weiß, daß sich der erste und der zweite Satz völlig widersprechen).
Halten wir fest: Der Stil ermüdet. Die Vorurteile und Übertreibungen verärgern. Fehlt noch was? Richtig: Klare Falschinformationen, über die schon längst nicht einmal nur Internetnutzer und Betroffene aufgeklärt haben, die Generalisierung von Ausnahmen, das unkritische Nachplappern von Lobbygelaber.
Also sind Killerspiele ganz schlimm, weil im Spiel GTA San Andreas natürlich immer noch vergewaltigt wird, die USK ist eine Alibiveranstaltung der Spieleindustrie und Computerspiele, egal wie harmlos, natürlich auch direkt Schuld an den jüngsten Amokläufen in Schulen.
Nächste Lachnummer ein paar Artikel, die die GVU dem Autor direkt in die Tastatur diktiert haben könnte: Raubkopien gefährden die Kunst (m.W. gefährden sie höchstens veraltete und inzwischen völlig überteuerte Vertriebskanäle und -medien) und werden gar dafür sorgen, daß es immer weniger Künstler gibt. Andererseits beklagt man, daß sich die Menge der Musiker im Internet so sehr erhöht hat, daß man sie gar nicht mehr überschauen kann, aber anstatt zu begreifen, daß das (schon wieder) der gerade eben noch als Fakt postulierten Lobbyistenmeinung, es gäbe keine Kunst mehr, diametral widerspricht - wird das als Rückgang der Qualität gedisst (Ich lasse mich jetzt nicht darüber aus, wie hirnrissig es ist, die grundsätzliche Qualität von Musik an der Menge von vorhandenen Musikern zu messen - oder gar daran, ob sie bei einem Major einen Vertrag bekommen).
Dieses Sonderheft ist Sondermüll. Es verursacht körperliche Schmerzen. Es vernichtet mehr Gehirnzellen als ein Vollrausch. Es verstärkt Aversionen gegen schlechten Journalismus. Kauft es nicht, es bedient das Klientel der Leute, die eine Ausrede brauchen warum sie "dieses schreckliche Computerzeug" nicht leiden können, für die die Digitalisierung der Welt der Anfang vom Ende der Welt ist und Comuterspiele per se Teufelszeug ist. Schulratslektüre eben, Balsam für die Weltfremden. Argumentationsfutter für den linken Konservativen, der sich genauso wie der Rest des Establishments auch nur darüber ärgert, daß das Internet ihm die Deutungshoheit über den Proleten weggenommen hat.
Kauft es nicht. Es ist schlecht.

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Freitag, Juni 22, 2007

Firmennamen immer groß schreiben...
Aber sicher doch:
(...) Die Akten des Verfassungsschutzes sollen Hinweise auf Verbindungen von Juristen, Polizisten und Politikern in Sachsen zum Organisierten Verbrechen enthalten.

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Dienstag, Juni 12, 2007

Mediales Fazit
von don:
Blogs haben bewiesen, dass sie auch in der Masse durchaus kritisch und distanziert berichten können. Es gab die Möglichkeit der direkten Partizipation, aber es wurde auch nicht jede noch so merkwürdige Meldung sofort herausposaunt. Die meisten Blogs blieben wachsam, was vielleicht etwas damit zu tun hat, das da Autoren sitzen, die so medienerfahren sind, dass man sich auch im Bereich der Desinformation gut auskennt.(...)

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Donnerstag, Juni 07, 2007

Vierzig oder Zwei?
Die Sache mit den vielen Verletzen, die am Wochenende gemeldet wurden, kann wohl ebenfalls angezweifelt werden. Auch hier müsste man doch eigentlich erwarten, daß seitens der Profirechercheure die - in Blogs durchaus gestellte - Frage nach dem Beweis für die behaupteten Zahlen gestellt werden würde.
Schade, daß man das wohl nicht nötig hatte...

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Weit weit weg
Wie die Meldung mit dem angeblichen Kriegsaufruf in einer G8-Rede entstanden ist, dürfte inzwischen ja hinlänglich bekannt sein: die dpa wars und alle habens übernommen. Wieso sowas so hübsch die Runde in allen etablierten Medien machen kann liegt an der Quelle dpa, die von einigen Journalisten anscheinend für allwissend und unfehlbar halten. Jedenfalls scheint man ihr Wunderwirken zuzugestehen...
Das ganze passierte ja am Samstag. Am Sonntag waren zumindest Leser von Blogs korrekt informiert und konnten sich ab diesem Zeitpunkt verwundert ein Bild vom desolaten Zustand im deutschen Journalismus machen. Die dpa verschlimmbesserte sich bis Dienstag immer wieder, Lesern von Printzeitungen wurde am Montag noch derselbe Unsinn und zum Teil sogar wildest phantasievolle, selbsterfundene Erweiterungen erzählt. Nachdem irgendwann gestern die dpa endlich doch noch die Version der Geschichte vermeldete, die die Blogger schon seit Samstag kannten, haben erst im Laufe des gestrigen Tages fast alle Online-Meldungen die Stelle - meist heimlich - korrigiert. Die einzigen, die eine ordentliche Aufarbeitung abgeliefert haben ist ausgerechnet Spon, die am Samstag und Sonntag am kräftigsten für die Falschmeldung aufs Maul bekamen.
Am renitentesten allerdings gegen die Wirklichkeit gewehrt hat sich offenbar N-TV, respektive die "nachrichtenmanufaktur" (inwieweit da Name Programm ist kann sich gerne jeder sebst überlegen), deren Sprecher geradezu bis zum Fremdschämen peinlich arrogant seine Ahnungslosigkeit verteidigte.
Ich habe am Sonntag ja schon das Wort Zweitverwertungsjournalismus verwendet. Was ich damit meine ist eben jenes Vorgehen von Redaktionen, die glauben, Agenturmeldungen braucht man nicht checken und diese dann sogar in ihren "Liveticker" setzen. Das ist der Grund, warum ich mich lieber über Echte Liveticker und Blogs informiere. Der Beweis dafür, daß ich hier ein wesentlich korrekteres Bild der Lage vorfinde und schnellere und authentischere Informationen bekomme ist ja eindrucksvoll erbracht worden.

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.. jens scholz ..

personal news in undefinierter dringlichkeit, wichtigkeit oder thematik .. ein subjektives log als experiment, wie lange dinge, die wichtig erscheinen, es in wirklichkeit bleiben ..


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