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Samstag, Juni 16, 2007

Yahoo, Flickr and censoring germany.
My last comment, i guess. I put it under a really well written post...
I don't really put much hope into a real change of mind coming up. that never happened in similar cases in the past, when communities went to a big company. they eventually lose their spirit, some slowly, some - in case of all y! buys inevitably - fast.
my experience with this (i left several communities that went bad) is, that they don't want individuals. they want the masses. the masses dont complain, they consume and they accept what they get sold. every new customer, from the time we are gone and the traces of the protest (which is necessary nonetheless, noone should be silent when he gets mobbed out like us) have been eradicated, will know no other flickr. so they rather will annoy us so much that we will leave even faster than slower, than trying to find a solution we like and get us back. they don't want us back. they want us to leave.
And we will leave. Thats for sure. Most of the german bloggers don't discuss anymore, what happens here. they discuss, where to go.
yahoo wants flickr to be the family-snapshot massmarket site they tried to establish with yahoo photos. thus, they are closing Y!photos and tell these users to change to flickr. these customers will be glad here, because flickr is way better that Y!photos and they will replace all the formerly pro-account paying germans. for yahoo the way this works out is completely ok, see?
so: i for my part protested. what next? i stopped uploading pics. i will not renew my pro-account. i will not speak to yahoo or flickr staff. i will just leave here as soon as we know where to change to. flickr will survive this protest and will survive us leaving. it will change to a happy family site with print ordering functions, which will fit excellent to yahoos business philosophy.
cheers,
jens

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von Jens Scholz   direct link      0 Kommentare
 

Freitag, Juni 15, 2007

Yahoo Deutschland hat da wohl ein Flickr-Problem
So ein bisschen ist es ja doch gut, daß ich schon etwas Älter bin und einige Internetdienste kommen und gehen gesehen habe. Da waren gute dabei und ganz viele miese. Die Guten hielten hin und wieder einfach nicht durch, auch wenn eigentlich alles recht gut lief - es ist halt dann doch auch mal der Wurm drin, es gab unerwartetes Pech oder einfach keinen Weg in die Rentabilität.
Die miesen musste man zum Glück grundsätzlich nicht lange ertragen.
Wirklich Leid tat es mir aber immer, wenn ein guter Service mies wurde. Vor allem, wenn er Jahre lang gut war. Der Moment, der den Fall einläutet, ist normalerweise der Verkauf.
Muss aber nicht, so war ich zum Beispiel in den ersten Jahren (ich spreche von um 1997/98) von dooyoo ein aktiver Nutzer dort, denn man konnte neben den üblichen Produktbewertungen auch durchaus über andere Themen reden und man hatte für damals auch einige echt interessante Cmmunityfunktionen. Bis eben irgendwann plötzlich "Kein Produkt" erst "Off Topic" wurde, indem man alle Nicht-Produkt-Kategorien einfach löschte und man dann begann, Kommentare und Einträge massiv zu zensieren. Klar gabs da einen ordentlichen Aufstand und ein paar Wochen lang auch einige kreative Aktionen, am Ende erkannten wir aber, daß es den Aufwand nicht Wert war. Wenn die dort nur Kiddies haben wollten, die sich in AIM-Deutsch was über die neuesten Handymodelle zusammenstammeln, have it that way.
Im aktuellen Fall Flickr aber geht tatsächlich alles nach Buch: Yahoo kaufte den Laden und seitdem verblasst der Flickr-Geist und wird nach und nach ein ganz normales Geschäft.
Das sorgt dafür, daß man immer öfter und heftiger mit dem... ich sag mal klassischen, aktiven Internetnutzer in Konflikt gerät. Daß Yahoo keine Firma ist, mit der diese Spezies freiwillig zu tun haben will ist klar: Wer ohne Not ein totalitäres System unterstützt und Dissidenten verrät, wer die klare Ansage macht, daß Themen, die uns Internetnutzer nunmal besonders interessieren, kein Thema sind, sagt im Prinzip: Wir wollen euch nicht, geht woanders hin.
Was okay ist. Ich vermeide Yahoo seit Jahren, ebenso wie ich möglichst weit weg von allen AOLs und T-Onlines dieser Welt bleibe. Das sind alles Firmen, die Internet als etwas anderes verstehen als ich, wir sind nicht kompatibel.
Flickr nun war aber sehr lange auf der guten Seite der Internetwelt. Die hatten da was tolles auf die Beine gestellt und standen auch für eine Philosophie. Eine kompatible Philosophie. Leider eben nur solange, wie sie eben nicht Yahoo gehörten, denn die Philosophie ist nun eine andere.
Letzenendes bin ich nur etwas überrascht, aber auch ganz froh darüber, daß es so schnell geht. Als ich zwingend eine Yahoo-ID brauchte, um Flickr weiter nutzen zu können, dachte ich mir schon, daß es das dann wohl gewesen ist (wie gesagt, ich bin doch ganz froh, daß ich schon eine Weile im Netz unterwegs bin, man riecht das irgendwann). Im Flickr Account stand meine deutsche Adresse. Im Yahoo-Account wohne ich dagegen lieber mal in Alaska (weswegen ich von der Deutschland-Zensur auch gar nicht betroffen bin).
Das heißt also: Der Pro-Account wird ablaufen, um Flickr-Fotos sehen zu können hab ich dann ja einen US-Account. Ich werde die Community dort wohl nicht mehr nutzen und dann auch keine Fotos mehr hochladen sondern mir dafür eine andere Plattform suchen. Ich gehöre offensichtlich nicht mehr zur Zeilgruppe, was mir mittelfristig auch gar nichts ausmacht, ich zahl ja folgerichtig auch nicht mehr.
Worüber ich mich ja amüsiere ist, daß das alles überhaupt nicht nötig gewesen wäre. Die Begründung (nach 2 Tagen) für die Zensur zeigt, daß man bei Yahoo einfach nur vor lauter Angst vor den deutschen Jugenschutzbestimmungen in einem ganz schrägen vorrauseilenden Gehorsam agiert hat (was mich ja seit China nicht verwundern muss). Hätten sie sich richtig informiert, hätten sie ja eventuell kapiert, daß die jugendgefährdenden Inhalte, um die es in unseren Gesetzen geht, bei Flickr ohnehin verboten sind und außerdem - wie man ja bei der Qype-Geschichte erfahren hat - die Abwälzung der Haftung für den Inhalt auf den User in Deutschland prima funktioniert. Wir haben ja auch genügend Fotocommunities in Deutschland, die machen solchen Unsinn nicht und werden trotdem nicht ins Gefängnis gesteckt.
Auf der anderen Seite: Würde Yahoo auf Flickr Inhalt erlauben, der jugendgefährdend ist, würde man sich auch mit den Zensurschritt von Vorgestern keinen Deut mehr Rechtssicherheit verschafft haben, denn dann müßte man zwingend eine valide Altersverifizierung einführen.
Was Yahoo Deutschland aber damit geschafft hat, ist einen hübschen, klaren Rechtsverstoß zu begehen (mag den wer abmahnen?): Man hat für ein zu bezahlendes Produkt die Leistung eingeschränkt und offenbar eine Änderung in der Kundenbeziehung hergestellt, indem die Kunden nicht mehr Flickr oder Yahoo US "gehören", was in Deutschland beides alleine schon grundsätzlich bedeutet, daß die Kunden davon unterrichtet werden müssen (Änderung der AGBs). Was wiederum bedeutet, daß die Kunden ein Sonderkündigungsrecht haben mit Anspruch darauf, das Geld für die restliche Zeit zurückzubekommen.
Ich nehme an, die Diskussion und die Proteste tun Yahoo nicht wirklich weh, dafür sind sie zu weit weg von unserer Denkweise. Ganz gut in ihre Denkweise aber würden Accountkündigungen mit Geldrückforderungen passen.
Ich hab jedenfalls ein paar Worte im entsprechenden Thread dazu gesagt, ziehe die Konsequenz, mich von Flickr zu verabschieden und seitens Yahoo wird man, wenn ich mich recht an Dooyoo erinnere, irgendwann die Threads schließen, die Protestbilder ausfiltern (ah, geht ja schon los) und am Ende genau die deutschen Nutzer haben, die man eigentlich haben will. Es lohnt nicht, dem Flickr nachzuweinen, das es vor ein paar Jahren noch gab. Das Flickr von heute heißt nur noch gleich.

Ach so, und wegen der Sprüche, daß man sich nur aufregt, weil man keine Titten mehr sieht. Don schreibt hier warum man sich wirklich Sorgen machen sollte.

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von Jens Scholz   direct link      1 Kommentare
 

Mittwoch, Juni 13, 2007

Zensur bei Flickr
Ich les mich grade ein wenig durch die Blogs, um dahinterzukommen, was eigentlich wirklich los ist, bei Flickr. Offenbar filtert man dort für User "aus Singapur, Deutschland, Hongkong oder Korea" (was für eine seltsame Mischung) die Fotos insoweit, daß man miteiner entsprechenden YahooID keine Fotos mehr angezeigt bekommt, die nicht "safe" sind, also als "moderate" oder "restricted" markiert wurden.
Ich hab das mal ausprobiert und festgestellt, daß ich tatsächlich bei der Suche keine "moderate" oder "restricted" Ergebnisse bekam. Allerdings konnte ich die Bilder direkt durchaus aufrufen. Es kam zwar eine Zwischenseite mit der Frage, ob ich das wirklich sehen will oder doch lieber zu den Katzen möchte, aber ich konnte doch alle Bilder aufrufen.
Ein Check der Settings (Your Account / Search Filters) ergab, daß diese ominöse "SafeSearch"-Option eingeschaltet war. Nachdem ich diesen auf "off" gestellt habe, kommt jetzt auch keine Zwischenseite mehr und die Suche findet problemlos alle Bilder.
Nun war ich natürlich etwas verwirrt, da ja alle erzählen, sie bekommen nur noch sowas zu sehen, des Rätsels Lösung ist allerdings einfach: Laut meiner YahooID wohne ich nämlich in den USA (mehr zu diesem Thema hier).
Also scheint es zu stimmen: Deutsche User dürften bei Flickr nur noch Katzenbilder gucken. Was für ein elender Schnarchnasenverein ist das denn??? Zumindest dürfte man langsam bemerken, daß sich da grade was tut, was eventuell gar nicht gut fürs Karma ist...

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von Jens Scholz   direct link      2 Kommentare
 
.. jens scholz ..

personal news in undefinierter dringlichkeit, wichtigkeit oder thematik .. ein subjektives log als experiment, wie lange dinge, die wichtig erscheinen, es in wirklichkeit bleiben ..


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